Jahrgang 1986 - Treffen 2006
Klasse 12/3
Treffen am 16. September 2006, Foto: Ute Krause
Von Coventry zum Jahrgangstreffen
Vor 20 Jahren haben sie ihr Abitur am Döbelner Lessing-Gymnasium gemacht. Zeit für ein erstes Jahrgangstreffen der einst sechs Parallelklassen. Am vergangenen Sonnabend war es so weit. Von den damals rund 120 Schülerinnen und Schülern kamen immerhin fast 80. Treffpunkt war der Schulhof der Penne, ganz wie in alten Zeiten.
Sechs Parallel-Klassen in einem Abi-Jahrgang,
da kommt einiges an Schülern zusammen. 1986 hatten die frisch gebackenen Abiturienten das Döbelner Lessing-Gymnasium verlassen. Am Wochenende gab es ein Wiedersehen nach 20 Jahren. Zum Treffen gehörte auch ein Foto, das natürlich in der Schulaula gemacht wurde. DAZ-Foto: Wolfgang Sens - Mit Klick auf das Foto gelangen Sie direkt zur Fotogalerie der DAZ mit Bestellmöglichkeit
Nur dass diesmal nicht noch schnell die Hausaufgaben getauscht wurden, sondern dass es erst einmal ein Gläschen Sekt zur Begrüßung gab. Das Hallo war natürlich groß, viele hatten sich wirklich seit 20 Jahren nicht gesehen. Und bei so vielen Klassen und Schülern mussten auch so manche Namen aus dem Gedächtnis gekramt werden, die zu den mittlerweile reiferen Gesichtern passten. „Die Zwillinge“ wurden von allen gleich wieder erkannt – logisch. Ines Izaber und Annett Bauer (damals Böhme) haben nach dem Abi beide Ökonomie studiert. Ines blieb in der Region, sie wohnt in Simselwitz und arbeitet bei der AOK. Annett hat es nach Leonberg bei Stuttgart verschlagen, wo sie in der Buchhaltung tätig ist. Ihr Faible für künstlerische Beschäftigung haben sich beide bewahrt – sie filzen beziehungsweise töpfern gern.
Katrin Hinkfoth, geborene Kuppi, ist aus Rostock zum Klassentreffen angereist. Als selbstständige Ärztin hat sie erst vor kurzem eine Praxis in Ribnitz-Dammgarten eröffnet. Nach Döbeln kommt die junge Frau aber immer wieder gern. „Mein Bruder ist vor drei Monaten wieder hier her gezogen. Bei ihm kann ich übernachten. Heute Morgen haben wir einen Spaziergang durch die Stadt gemacht, es war total schön“, so Hinkfoth. Auch Antje Eggert fühlt sich in Döbeln nach wie vor wohl. Sie hat zwar als Zivildienstbeschäftigte bei der Bundeswehr in Delitzsch einen guten Job. Doch die alte Heimat mit den vertrauten Gesichtern bleibt eben die Heimat.
Am weitesten weg von dieser ist zurzeit Jens Tannert. Er lebt in Coventry in England, ist dort Projektleiter für Ericson. Seine Frau stammt von der Insel, die schon seit 1997 sein neues Zuhause ist. Trotzdem: „Jens war einer der ersten, der sich auf unsere Einladung gemeldet hat“, freut sich Grit Schmidt, eine von insgesamt sechs Organisatorinnen des Treffens. „Seit dem ich in England lebe reise ich regelmäßig im Dezember nach Döbeln zu meiner Familie. Für das Treffen wurde diesmal die Reise einfach um 14 Tage vorverlegt“, so Tannert.
Etliche der Abiturienten von einst sind heute Eltern und nun besuchen ihre Kinder das Lessing-Gymnasium. So wie die 15-jährige Tochter von Hendrik und Silke Stieler, die sich 1984 kurz vor dem ersten Penne-Tag kennengelernt und 1990 geheiratet haben. Das Besondere: Lehrerin Ute Krause, die am Sonnabend das Gymnasium für einen Rundgang aufschloss, hat vor 20 Jahren Hendrik und Silke unterrichtet und heute lernt bei ihr die Tochter des Paares.
Viel Spaß hatten die einstigen Klassenkameraden der 11/2, als Udo Bock das jahrelang gut gehütete Gruppenbuch der Klasse vorlegte. Urkunden vom Fest der jungen Talente finden sich ebenso darin, wie „Einschätzung der Lernarbeit“ oder Berichte über Exkursionen und von der Faschingsfete. Und siehe an: 1984/85 war die Klasse 11/2 bestes FDJ-Kollektiv der Schule. Das musste doch nachträglich gefeiert werden. Im „Strammen Leutnant“ ging das Treffen weiter.
Döbelner Allgemeine Zeitung
Olaf Büchel, 27.11.2006
Fotogalerie der DAZ: http://www.lvz-online.de/fotogalerie/content/index_daz.html