2014: Lessing-Rap begeistert

In der Aula feierte die Neuntklässler den 285. Geburtstag des Namenspatrons der Schule – Gotthold Ephraim Lessing. Seit 1947 trägt die Schule den Namen des Dichters – die Benennung geht auf eine Idee des früheren Lateinlehrers Max Aßmann zurück. „Lessing ist eine gute Medizin gegen Dummheit und Intoleranz“, sagte Schulleiter Michael Höhme. Die Schüler hatten das Programm mit Gedichten, gespielten Fabeln und Musik im Deutschunterricht einstudiert.

Lea Kiesl und Steven Lachmann haben gestern die Fabel „Jupiter und das Schaf“ von Gotthold Ephraim Lessing gespielt. Die Schüler der 9. Klassen hatten das Programm zum 285. Geburtstag des Dichters im Deutschunterricht erarbeitet. Foto: Dietmar Thomas

Lessing-Fest 2014

LGD-Fotograf: Michael Höhme

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Lessing-Rap von Alexander Sitarzik

Lessingprojekt: Lessings Lebenslauf (Rap)

Text: Alexander Sitarzik
Beat: DJ Ron
Kamera: Juliane Obst
Redaktion: Laura Schubert
Schnitt: Christoph Bertl



Text:

Geboren wurde ich siebzehn neunundzwanzig in Kamenz/

alle waren aufgeregt als ich endlich kam jetzt.

Schon früher war mir klar, ja es reizt mich das Publikum/

es gab nur ein Problem und zwar Leipzig das Studium.

Achtundvierzig Abbruch, es führte mich nach Berlin/

und ich wollt‘ mein Geld als Philosoph, Tag für Tag verdien‘.

Angekommen - doch Ernüchterung, ich landete bei der Zeitung/

darum fragte ich mich: War das der Preis? und

so fasste ich den Entschluss, ja ich brauch‘ die Magisterwürde/

doch niemals glaubte ich, dass ich jemals Magister würde.

Später dann die Rückkehr in diese kulturelle Stadt,/

wo ich schon damals, viele schön Momente hat‘.

Dann in Hamburg, Eva - sie war ein Meilenstein/

die Dramaturgien dagegen ‘ne Kleinigkeit.

Ich zog um bekam ‘nen neuen mit so ‘nem Bücherding/

heiratete Eva, ich fühlte mich wie der Überking.

Neun Monate später, Eva stirbt am Kindbettfieber/

doch auch Trauer und Verdrängung bringt sie nicht wieder.

Mein Leben, ein kaputtes Glas, es liegt in Scherben/

eigentlich wollte ich nichts lieber als sterben.

Zwar halfen die Werke mich groß zu machen,/

jedoch hörte ich nich‘ auf, die beiden loszulassen.

Und vielleicht fällt für mein Leben der Vorhang/

doch erstmal hat Nathan Vorrang.