28.01. Gedenken an die Opfer
Lokalpolitiker aller Fraktionen und Schüler ehren die Opfer des Nationalsozialismus.
Unter dem Eindruck der aufgeflogenen neonazistischen Terrorzelle stand dieses Mal das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus. Oberbürgermeister, Stadträte aller Fraktionen, Schüler des Lessing-Gymnasiums und andere legten am Gedenkstein auf dem Wettinplatz Gebinde und Blumen nieder. Das Gedankengut, das damals zu den Verbrechen an den Menschen führte, sei immer noch in einigen Köpfen, sagte Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer. Warum es junge Leute zu Mördern und Mittätern werden ließ, was in den Köpfen dieser Menschen vorgeht, damit müssten sich alle beschäftigen – neben der strafrechtlichen Relevanz der Taten. „Junge Menschen zu erziehen, sie tolerant und weltoffen statt fremdenfeindlich und hasserfüllt zu machen, ist auch eine Aufgabe der Gesellschaft“, so Egerer.
Döbelner Anzeiger
Jens Hoyer
28.01.2012
Gedenken und Zeichen gegen Rechts
Bürger der Stadt Döbeln legen am Holocaustgedenktag am Wettinplatz Blumen nieder
Ehrung am Holocaustgedenktag: Erstmals fand die Kranzniederlegung auch als Zeichen gegen Rechtsextremismus mitten im Stadtzentrum statt. Foto: Sven Bartsch
Vertreter aller Fraktionen des Döbelner Stadtrates, Schüler des Lessing-Gymnasiums mit ihrem Schulleiter Michael Höhme sowie Vertreter von Döbelner Firmen und Institutionen, vom Treibhausverein und die beiden Landtagsabgeordneten der Region Döbeln, Sven Liebhauser (CDU) und Henning Homann (SPD), legten gestern am Gedenkstein für die antifaschistischen Widerstandskämpfer auf dem Wettinplatz Blumen und Kränze nieder. Auf den Tag genau 67 Jahre zuvor war das Konzentrationslager Auschwitz befreit worden. Daran erinnerte Döbelns Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer (CDU) in seiner Ansprache. Und er mahnte, dass das Gedankengut, das zu solch unvorstellbaren Verbrechen wie in Auschwitz führte, noch immer nicht aus allen Köpfen verbannt ist. Gerade werde die Gesellschaft mit den Taten einer rechtsextremen Mörderbande konfrontiert. Als Lösung sieht Egerer eine tolerante, weltoffene Erziehung der jungen Menschen an, damit Hass und Fremdenfeindlichkeit keine Chance haben. Auf Beschluss des Stadtrates war die jährliche Gedenkfeier vom Zwangsarbeitergrab am Krematorium auf den Wettinplatz verlegt worden.
Döbelner Allgemeine Zeitung
Thomas Sparrer
28.01.2012


