19.11. Perspektiven vor der Haustür
Neue Wege bei der Berufswahl am Lessing-Gymnasium
In seinen Bauplänen und Architekturzeichnungen ließ Architekt Maik Schroeder gestern einige Achtklässler schnuppern. Insgesamt 130 Schüler der 8. Klassen des Lessing-Gymnasiums besuchten gestern Firmen und Einrichtungen im Landkreis Mittelsachsen, um sich zu informieren, welche Berufsperspektiven die künftigen Abiturienten in der Region haben.
Organisiert wurden die Besuche über das Projekt "TPM-Brücke-Döbeln" der TechnologiePark Mittweida GmbH. Sie betreut über das ganze Schuljahr die Schüler des Gymnasium beim Thema Berufswahl. Bereits zu Wochenbeginn konnten die Achtklässler im Rahmen des fächerverbindenden Unterrichts eine Potenzialanalyse absolvieren, um erst einmal festzustellen, wo ihre Fähigkeiten und Neigungen liegen und welche beruflichen Wege man damit später beschreiten könnte.
"Die heutigen Firmenbesuche sollen den Schülern helfen, berufliche Herausforderungen nach dem Abitur und dem Studium in der Region kennen zu lernen. Die Erfahrung zeigt, dass in der Regel nur das gewählt wird, was man kennt - oder meint zu kennen", sagt Arno Bast von der TechnologiePark Mittweida GmbH.
Architekt Maik Schroeder
vom Bauplanungsbüro Schroeder - Architektur GmbH aus Döbeln-Gärtitz versuchte im Theater interessierte Schüler des Lessing-Gymnasiums mit seiner Begeisterung für den Architektenberuf anzustecken. In der Woche des fächerverbindenden Unterrichts ging es für die Achtklässler um Berufsperspektiven in der Region. Fotos (2): Bartsch
Der Döbelner Architekt Maik Schroeder hatte die am Thema Bau und Architektur interessierten Schüler ins Theater eingeladen, um den Beruf und Studiengang des Architekten/Bauingenieurs per Power-Point-Präsentation vorzustellen. Zudem zeigte der junge Architekt aus Döbeln-Gärtitz seinen siegreichen Wettbewerbsentwurf zum gläsernen Theateranbau und die Bauphasen des von ihm selbst betreuten Neubaus. Zudem gab es eine kurze Baustellenbegehung. Andere Schülergruppen informierten sich in der Pumpenfertigung bei Pierburg in Hartha um über die Automobilzulieferindustrie in der Region, sahen sich im Krankenhaus zum Thema Gesundheitsberufe um oder schauten den Wissenschaftlern des Kurt-Schwabe-Institutes Meinsberg beim Forschen über die Schulter. Im Sommer soll das TPM-Brücke-Projekt am Gymnasium fortgesetzt werden. Unter anderem wird dann ein Roboter gebaut.
Schon am Montag geht es im Volkshaus weiter. Diesmal steht das Thema betriebliche Ausbildung im Mittelpunkt. Hier können sich Haupt- und Realschüler über Ausbildungsberufe in der Region aus erster Hand informieren. Viel Raum wird bei der Veranstaltung für persönliche Gespräche mit Berufspraktikern eingeräumt. Die Bandbreite ist reichhaltig: von den Bankberufen bis hin zur Landwirtschaft, Industrieberufen, Handwerksberufen, Verwaltungsberufen, Sozialberufen. Auch Bundeswehr und Polizei und das Berufliche Schulzentrum Döbeln sind vertreten.
Döbelner Allgemeine Zeitung
Thomas Sparrer
19.11.2011
Berufsinformation
- Über 40 Firmen haben sich für den Montag im Volkshaus Döbeln angemeldet.
- Neben zahlreichen bekannten Firmen aus Döbeln, Hartha, Waldheim und Leisnig werden auch die Deutsche Solar AG aus Freiberg und die Firma LASERVORM GmbH und Lichtenauer Mineralquellen GmbH aus der Region Mittweida vertreten sein.
- Der Veranstalter will mit dem regional und thematisch breit gefächerten Angebot den Schülerinnen und Schülern eine Brücke bauen, um das reichhaltige Ausbildungsangebot über den Heimatort hinaus im Landkreis kennen zu lernen.
- Organisiert wird die Veranstaltung über das Projekt "TPM-brücke-döbeln" der TechnologiePark Mittweida GmbH.
- Die Veranstaltung im Volkshaus Döbeln beginnt am Montag um 18.30 Uhr. Einlass ist ab 18 Uhr.

