21.11. Die singende Schule
In den Chören des Lessing-Gymnasiums singen 60 Mädchen und Jungen mit. Seit Herbst ist Stefan Jänke ihr Leiter.
In der Vorweihnachtszeit sind die Mädchen und Jungen der beiden Chöre des Lessing-Gymnasiums besonders gefordert. Einige Konzerte standen an. Das vorerst letzte am Montagabend in der proppevollen Aula des Gymnasiums, nachdem in der vergangenen Woche schon zwei Konzerte gelaufen waren. „Es mussten noch einige Stühle reingestellt werden, weil die Plätze nicht reichten“, sagte Stefan Jänke. Der 36-jährige Großenhainer leitet die Chöre seit dem neuen Schuljahr und die Konzerte waren sozusagen die erste große Bewährungsprobe. Zehn Lieder standen auf dem Programm des Kinderchores, neun auf dem des großen Chores. Dazu gab’s noch Auftritte der Lessing-Band und von Solisten. Der Chorleiter war mit den Leistungen zufrieden. „Und ich bin schwer zufriedenzustellen. Dafür werde ich ja auch bezahlt“, meint er.
Jänke ist anders als sein Vorgänger Axel Langmann, der im Frühsommer die Chöre abgeben musste und der durch seine kumpelhafte Art bei den jungen Sängern beliebt war. „Die Schüler waren deshalb vielleicht am Anfang etwas skeptisch. Es ist schwierig, wenn man einen anderen Chorleiter beerbt“, sagte Jänke. Aber die Ergebnisse würden für sich sprechen. „Wir haben viel Lob bekommen“, so der Großenhainer.
Stefan Jänke,
hier beim Weihnachtskonzert am Keyboard, leitet seit Beginn des Schuljahres die beiden Chöre des Lessing-Gymnasiums. In der vergangenen und in dieser Woche stellten die jungen Sänger bei drei Konzerten ihr Können unter Beweis. Foto: André Braun
In den beiden Chören des Lessing-Gymnasiums singen 60 Schüler mit. Im großen Chor sogar zehn Jungs. Das sei schon außergewöhnlich, sagt Jänke, der sich damit auskennt. Er betreut insgesamt 15 Chöre. „Das Döbelner Gymnasium ist da ein Leuchtturm. Die Chöre haben eine lange Tradition.“ Auch durch den Wechsel des Leiters habe es bisher wenig Abgänge gegeben, was sonst oft der Fall ist. „Jeder neue Chorleiter muss wieder Aufbauarbeit leisten.“ Jänke ist sich aber der vollen Unterstützung der Schulleitung sicher. „Die steht voll dahinter und versucht, alle Wege zu ebnen.“
Jeden Montag probt Jänke mit den beiden Chören. Anfang Januar wird es eine Hauptversammlung geben. Im Februar würde Jänke gern ein Chorlager organisieren. Für seine Arbeit bringt der 36-Jährige eine profunde Ausbildung mit. „Ich kann auch mal Schülerwünsche erfüllen. Ich arrangiere Stücke oder komponiere neue und modernisiere alte Volkslieder.“
Döbelner Anzeiger
Jens Hoyer
21.12.2011

