15.02. Hartha verweist LGD auf Platz zwei

Hallenfußballturnier der Gymnasien Mittelsachsens: Neunmeterschießen entscheidet

Es hat nicht sollen sein: Ganz knapp sind die Lessing-Kicker gestern Nachmittag am Gewinn ihres eigenen Turniers vorbeigeschrammt. Im Finale beim 27. Hallenfußballturnier der Gymnasien Mittelsachsens unterlag die erste Vertretung des Gastgebers den Harthaer Luther-Gymnasiasten in einem packenden Spiel. 2:2 hatte es nach den regulären zehn Minuten Spielzeit gestanden und das Neunmeter-Schießen musste die Entscheidung bringen.

Harthas Gymnasiasten (rote Trikots), hier im Halbfinalspiel gegen Oschatz, setzten sich im Endspiel mit 4:3 gegen Gastgeber Lessing-Gymnasium durch. Die Entscheidung fiel im Neunmeterschießen. Foto: Sven Bartsch


Und das war schnell entschieden: Die Döbelner machten einen Treffer, die Harthaer zwei. Damit standen die Gäste aus der Froschstadt als neuer Turniersieger fest. Schon im vergangenen Jahr hatten sich die Harther einen Platz über den LGD-Kickern erkämpft – da aber hatten sie sich im Finale den Grimmaern geschlagen geben müssen. Der Vorjahressieger allerdings spielte gestern in Döbelns Stadtsporthalle keine große Rolle: Schon das erste Vorrundenspiel gegen Oschatz verlor Grimma mit 0:8, die nächste Klatsche setzte es mit 0:5 im Spiel gegen die erste LGD-Vertretung. Die kam souverän durch die Vorrunde, was die Hoffnungen darauf keimen ließ, dass der Gastgeber nach einem Jahr Unterbrechung wieder die Turnierkrone würde holen können. Das Halbfinalspiel gegen Brand-Erbisdorf erledigten die Döbelner mit 6:0 so entspannt, dass kaum noch Zweifel blieben: Das wird dieses Jahr wieder klappen. Hartha hingegen hatte in Oschatz einen etwas widerwilligeren Halbfinal-Gegner, konnte sich aber schließlich mit 3:1 durchsetzen und den Finalplatz sichern.

Tanzeinlagen, Anfeuerungsrufe: Nicht nur die Tanzgruppe des Gymnasiums sorgte für Stimmung in der Stadtsporthalle, auch die Schüler, die zuschauen durften. Foto: Sven Bartsch


Dass in diesem Jahr nur neun Mannschaften von 13 angeschriebenen am Turnier beteiligt waren, ist für Turnierleiter Heiko Funke kein Zeichen dafür, dass die Veranstaltung ein Auslaufmodell sein könnte. „Die Teams kommen immer sehr gern hierher, das wissen wir. Sie schätzen das Turnier als feste Veranstaltung. In diesem Jahr hat es bei zwei Schulen nicht geklappt, weil dort Vor-Abi geschrieben wurde.“ Es könne immer mal sein, dass eine Schule nicht dabei sein kann. Das Döbelner Turnier werde es auf jeden Fall auch im nächsten Jahr geben.


Endstand: 1. Luther-Gymnasium Hartha, 2. Grimma, 3. Lessing-Gymnasium I, 4. Thomas-Mann-Gymnasium Oschatz, 5. Lessing-Gymnasium II, 6. BSZ Döbeln, 7. Nossen, 8. Grimma, 9. Wurzen.

Bester Torhüter: Jonas Ratzka (LGD II). Bester Spieler: Sebastian Körner (Oschatz). Bester Torschütze: Arthur Michel (LGD I/9 Tore).

LGD I: Julian Detlefsen, Leon Bauer, Philipp Dörner, Elias Felber, Arthur Michel, Dominik Börno, Richard Leithold, Tom Hachenberger, Marvin Salzmann, Jonas Türpe.

LGD II: Jonas Ratzka, Hendrik Groth, Hannes Günther, Lino Heindl, Nick Sparrer, Leo Kruggel, Julian Pielmaier, Martin Pahms, Nico Peschel.

Döbelner Allgemeine Zeitung
Manuela Engelmann-Bunk
15.02.2019


Harthaer beweisen Nervenstärke

Hallenfußball: Die Lutheraner holen sich den Siegerpokal beim Turnier der Gymnasien. Dabei verläuft der Start eher mühsam.

Gegen Hartha kann man mal verlieren, jubelten die Spieler des Martin-Luther-Gymnasiums in ihrer Kabine. Kein Wunder, hatten sie doch gerade das Hallenfußballturnier der Gymnasien gewonnen, das zum 27. Mal in der Stadtsporthalle Döbeln ausgetragen wurde. Im Finale setzten sich die Harthaer gegen die erste Mannschaft von Gastgeber Lessing-Gymnasium Döbeln durch. Nach der regulären Spielzeit hatte es noch 2:2 gestanden, doch im Neun-Meter-Schießen bewiesen die späteren Turniersieger die besseren Nerven.

Leo Kruggel (links) vom zweiten Team des Lessing-Gymnasiums im Zweikampf mit Dennis Schulz vom späteren Turniersieger Luther-Gymnasium Hartha. André Braun


„Wir haben gar nicht so gut angefangen, haben uns aber dann immer mehr gesteigert“, freute sich André Glauch, der die Harthaer Mannschaft betreute. Schon im vergangenen Jahr waren die „Lutheraner“ ins Finale eingezogen, mussten sich aber gegen Grimma geschlagen geben. „Umso schöner ist es, dass es in diesem Jahr mit dem Turniersieg geklappt hat“, so Glauch.

Den Turniersieg hätte sich auch Heiko Funke für seine Döbelner gewünscht. „Wir haben es im Finale selbst in der Hand gehabt“, sagte er. Nach der Führung der Harthaer hatten die Gastgeber das Ergebnis zunächst gedreht, dann aber noch den Ausgleich hinnehmen müssen. Die beiden Finalisten erwiesen sich als die besten Teams des Turniers, gewannen bis zum Finale alle ihre Spiele.


Heiko Funke, der gemeinsam mit Manuel Klötzer für die Organisation verantwortlich war, bedauerte, dass letztendlich nur neun Mannschaften am Turnier teilnahmen. „Wir mussten einige Absagen hinnehmen“, sagte er. Dennoch seien die Mannschaften mit großem Eifer dabei gewesen. „Es hat sich niemand schwerwiegend verletzt, und organisatorisch hat alles bestens geklappt“, so Funke.

Döbelner Anzeiger
Frank Korn
15.02.19