12.06. Abi in der Tasche

Zwölftklässler feiern in Döbeln

Es ist geschafft: 75 Döbelner und 70 Harthaer Gymnasiasten feierten am Dienstag den letzten Schultag. Mit kreativen Ideen nahmen sie dabei ihre Tutoren aufs Korn und bedankten sich gleichzeitig für die Unterstützung auf dem Weg zum Abi.

Die Tutoren Sylvia Risse, Bärbel Kampe, Hans-Ullrich Hohlfeld, Roswitha Reiprich und Kathrin Niekrawietz wurden von ihren Döbelner "Abinauten" auf ihre Weltraumtauglichkeit getestet. Quelle: Sven Bartsch

„Abinauten – Wir greifen nach den Sternen“ war am Dienstag das Motto der 75 Abiturienten des Lessing-Gymnasiums Döbeln an ihrem letzten Schultag. Mit derben Späßen für die Mitschüler und einem bunten Schulhofprogramm, bei dem die fünf Tutoren eine Hauptrolle spielten, verabschiedeten sie sich von ihrer Penne.

Seifenblasen statt Pistolen: In Döbeln ist das Vollspritzen mit Wasserpistolen seit letztem Jahr tabu. Quelle: Sven Bartsch

Statt der seit dem vergangenen Jahr unerwünschten Wasserspritzpistolen empfingen die Zwölfer am Morgen die Mitschüler mit einem Parcours im Schulhaus. Die jüngeren Schüler bekamen Luftballons, Luftschlangen und Körperbemalung gab es für alle ins Gesicht.

Mathe-Tutorin Sylvia Risse im Schlepptau der Olsenbande. Quelle: Sven Bartsch

Lehrer beweisen Weltraumtauglichkeit

Die Tutoren Roswitha Reiprich (Deutsch), Bärbel Kampe (Englisch), Kathrin Niekrawietz (Geschichte), Sylvia Risse (Mathe) und Hans-Ullrich Hohlfeld (Physik) mussten im Raumanzug antreten, ein Rap-Battle austragen, Kenntnisse in Jugendsprache (Bildschirmbräune) beweisen und einen Parcours für Astronauten bestreiten. Dazu rockte die Abi-Band auf der Bühne.

Im Trabi und in russischen Uniformen holten Döbelns "Abinauten" Tutorin Roswitha Reiprich. Quelle: Fotograf Sven Bartsch

Guter Abi-Jahrgang in Döbeln

Schulleiter Michael Höhme spricht von einem guten Abitur-Jahrgang 2018, wenngleich noch ein paar Schüler in dieser Woche mündliche Nachprüfungen absolvieren. Zum Teil geht es um alles. Bei anderen um Verbesserungen, etwa für den Numerus Clausus im Wunschstudienfach.

Physiklehrer Hans-Ullrich Hohlfeld ließ sich das Programm seiner Schüler nicht entgehen. Quelle: Sven Bartsch

Nächsten Samstag gibt es im Sport- und Freizeitzentrum Welwel die Abiturzeugnisse und abends den Abiball. Bis dahin reisen die Döbelner Abiturienten noch auf Abifahrt an die polnische Ostsee.

Geschafft: Das Abi in der Tasche zieht es viele zum Studium. Quelle: Sven Bartsch

Für Viele folgt ein Studium

Bereits ab dem Herbstsemester studieren dann viele der Absolventen. So Max Frost, der Wirtschaftsingenieurwesen studieren will, Elaine Tichy wird Grundschullehramt beginnen und Sebastian Albrecht, der Sport und GRW auf Lehramt studieren wird. Amelie Kahlert studiert ab Herbst Steuer- und Prüfungswesen. Eric Pohl absolviert zunächst ein Freiwilliges soziales Jahr beim Döbelner SC, um dann Sportmanagement zu studieren. Emma Köhler geht zunächst für ein paar Monate nach Schweden, um dann Architektur zu studieren.

Eine stilechte Zeitreise im Trabant gab es für Kathrin Niekrawietz, die Tutorin des Geschichtskurses. Quelle: Sven Bartsch

Schulleiter Michael Höhme ist unterdessen schon gedanklich beim neuen Schuljahr. Auf die 75 Abiturienten folgen ab August 90 neue Fünftklässler in vier Klassen. Er ist recht optimistisch, dass das Gymnasium Abgänge von Lehrern durch Rente oder Schwangerschaft im neuen Schuljahr mit vier bis fünf neuen, jungen Kollegen ausgleichen kann. Die Gespräche laufen.

Thomas Sparrer
DAZ 13.06.18

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