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 | Ephraim Kishon: Zieh den Stecker, das Wasser kocht |
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Der Maler Raphael Schlesinger aus Israel weiß gar nicht wie ihm geschieht, als er ganz plötzlich zu einem Superstar in der Kunstwelt wird. Warum? Das weiß er ja selbst nicht so genau! Auf jeden Fall sieht der Kritiker Kalman M. Kaschtan in seinem (zufällig) gebauten Möbelturm eine neue Kunstrichtung – den 'konischen Mobiliarstil'. Aufgrund seines Erfolges darf der junge unbeholfene Mann in ein Pariser Atelier umziehen; auf Geheiß des Kunsthändlers Pickler, der in Schlesinger eine neue Geldquelle entdeckt – und trotz des Modells Mon Cheri, dem Maler Jaquot, der Tänzerin Simone und des Bildhauers Gogo, die ihn alle mehr oder weniger tatkräftig unterstützen wollen, bleibt immernoch offen, warum sein 'konisches Mobiliar' einen solchen Anklang bei den Menschen findet! Und da wartet ja auch noch seine Freundin Dahlia in Israel, die er viel lieber um sich hätte als diese ganzen exzentrischen Künstler...
Franziska Schiegl
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Aufführungstermine
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17.06.2011 |
19.00 Uhr |
Premiere |
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18.06.2011 |
15.00 Uhr |
2. Aufführung |
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19.00 Uhr |
3. Aufführung |
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19.06.2011 |
15.00 Uhr |
4. Aufführung |
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20.06.2011 |
12.00 Uhr |
5. Aufführung |
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21.06.2011 |
12.00 Uhr |
6. Aufführung |
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Auf Gut Gödelitz reifen Theaterpläne
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Theater-AG des G.-E.-Lessing-Gymnasium arbeitet an neuem Projekt
Schon seit Monaten widmen sich die theaterbegeisterten Schüler aus der 8.-12. Klasse wieder neuen Plänen. Nach dem großen Erfolg der „Sonnenallee“ im letzten Schuljahr sollte es diesmal etwas ganz anderes sein. „Zieh den Stecker, das Wasser kocht“ heißt das neue Stück, das die Gymnasiasten zur Aufführung bringen wollen. Ephraim Kishon schrieb die Komödie, die den modernen Kunstbetrieb parodiert, bereits 1968. Der schüchterne Maler Raphael hat keinen Erfolg mit seiner an alten Meistern orientierten, „fast realistischen“ Malweise. Ein Kunstkritiker, der sein ärmliches Atelier besucht, hält ein Konstrukt aus zufällig aufeinandergetürmten Möbeln für ein neues Meisterwerk. Raphael will das Missverständnis aufklären, doch der Kunstkritiker verkündet schon die Geburtsstunde des Mobiliarismus. So nimmt die Farce ihren Lauf.
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Zwei Tage wurde nun am vergangenen Wochenende in der Alten Schäferei auf Gut Gödelitz intensiv geübt. Gödelitz mit seinem überregional bekannten „ost-west-forum“ war der ideale Ort für das Probenwochenende. Die ländliche Ruhe ermöglichte eine konzentrierte Arbeit am Stück und die liebevolle Versorgung im Landgästehaus „Gut Gödelitz“ rundete den Aufenthalt ab. Am 17.06.2011 soll das Stück Premiere feiern. Aufführungsort ist diesmal nicht das Stadttheater, sondern die kleine LGD-Studiobühne, die im Keller des neu sanierten Kunstgebäudes entstanden ist. Auf diese Art sollen die tollen Möglichkeiten, die die Schüler im musischen Bereich haben einer größeren Öffentlichkeit vorgestellt werden.
Michael Höhme 06.02.2011
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Besetzung
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Benjamin Brendler |
als Raphael Schlesinger |
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Anna Thiele und Anna-Luise Landgraf |
als Dahlia, sein Modell |
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Julia Wegner |
als Kalman M. Kaschtan, ein bekannter Kunstkritiker |
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Cordula Schlegel und Matthias Hampe |
als Joseph Pickler, Kunsthändler und Mäzen |
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Dorothee Müller und Simon Lachmann |
als Dana / Dan Meron, Rundfunkreporter /-in |
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Luise Behrisch und Lisa Weiß |
als Mon Chéri, ein Modell |
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Hanna-Pauline Clausner und Franziska Schiegl |
als Gogo, ein Bildhauer |
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Tim Göhler |
als Jacquot, ein Maler |
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Kristina Weinberger und Stefanie Sicker |
als Mrs. Green |
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Matthias Jakob |
als Mr. Green |
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Anna Kellert |
als Rembrandt |
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Sabine Gugelev |
als Galeriediener |
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Johanna Nagel |
als Galeriediener |
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Ruth Lösel |
als Galeriebesitzer |
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Verenissa Eppinger |
als Minister |
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Eveline Schwez |
als Simone |
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Regie |
Daniele Sturm, Michael Höhme |
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Bühnenbild |
Claus Vejrazka |
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Beleuchtung und Ton |
Elias Fahs |
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In diesem Schuljahr waren mit dabei...
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Meist nennt man den „großen Künstler“ Grotschenko nur Gogo. Er ist kein Maler – non! Er ist Bildhauer – und zwar einer der Besten. „Die Gorilla“ ist sein absolutes Meisterwerk! Er liebt Musik, lebt für die Kunst und ist besessen von den Frauen. Angst hat der „größte russische Künstler in Frankreich“ nur vor dem Zahnarzt.
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Die ältere Galeriedienerin hat viel Erfahrung, doch nicht von der Kunst. Sie glaubt, dass alle Künstler Spinner sind, die ihre Klecksereien als Kunstwerke feiern.
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Die junge Galeriedienerin ist naiv und hat keinen blassen Schimmer von Kunst.
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Der französische Verkehrsminister interessiert sich sehr für die Kunst. Auf einer Kunstausstellung wird der Minister von Langeweile und Begeisterung ergriffen, doch schließlich findet er seine „große Liebe“.
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Simone ist eine faule Tänzerin, die als Modell in einem französischen Atelier tanzt. Sie mag melodischen Lärm und wird von einem japanischen Spielzeugauto gemalt. Noch Fragen???
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Kaschtan ist der berühmteste Kunstkritiker überhaupt. Wenn es um das Thema Kunst geht, weiß er ganz genau, was er will. Vor allem für Elektrosynkopen hat er eine Schwäche.
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Mr. Harry Green ist ein typischer Amerikaner. Er versteht nicht viel von Kunst, behauptet aber das Gegenteil. Seine Frau nervt ihn, denn er will in Ruhe mit Mon Chéri flirten.
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Pickler ist ein primitiver und gewitzter Kunsthändler. Er lässt seine Schützlinge in Paris ihr freizügiges Leben leben und verkauft zu überteuerten Preisen am Ende sogar Bilderrahmen. Pickler verkehrt in den höchsten Künstlerkreisen und begehrt besonders junge Frauen.
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Dahlia, ein natürliches, mit raschem Witz begabtes Mädchen, offenherzig und hübsch, ist unsterblich in den Pseudokünstler „Raphi“ verliebt. Mit ihrer freizügigen Art stand sie schon viel zu oft für ihn Modell.
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Die Synkope von Elias ist wohl vermutlich ein prächtiges Zusammenspiel von Licht und Musik, welche mühevoll und mit Liebe aufgebaut wurde. Dabei gab es zwar ab und zu den einen oder anderen Rückschlag, aber letztlich hat er es mal wieder geschafft.
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Der junge Reporter Dan Meron ist dauergenervt und immer im Stress. Er hält sich für unterbezahlt und ist ein Mann mit vielen Gesichtern: manchmal übertrieben höflich, oft auch frech und stinkig.
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Raphael Schlesinger, ein unbekannter israelischer Künstler, lebt und arbeitet stets mit seinem Modell und Freundin Dahlia in seinem etwas schäbigen Atelier. Sein größter Wunsch ist es, dass irgendwann einmal seine Kunstwerke ausgestellt werden. Der Traum scheint jedoch unerfüllt zu bleiben, bis eines Tages… Raphis Charakter verändert sich im Verlauf der Handlung immer wieder. Er ist ein Tollpatsch, aber auch Geliebter, Berühmter, Unverstandener und Revolutionär. Raphael kämpft für seine Ansichten von Kunst.
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Jacquot hofft inständig, dass er bei der nächsten Kunstausstellung einen Preis gewinnt. Er ist ein Künstler, der die Kunst dem Zufall überlässt. Seine Karriere wird stark gefährdet, als er sein Talent zum Zeichnen entdeckt.
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Dahlia ist ein hübsches junges Mädchen, welches mit ihrer offenherzigen, humorvollen und freizügigen Art von Raphi ins Herz geschlossen wurde – nicht nur als Freundin, sondern auch als Modell. In ihrer Freizeit zieht sie sich gern aus und weiß, wie sie den Männern den Kopf verdreht.
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Mrs. Green ist eine aufgetakelte amerikanische Lady. Sie hat eine Vorliebe für Kunst und mag es gar nicht, wenn ihr Mann mit einer Anderen beschäftigt ist.
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Joseph Pickler ist ein primitiver, gewitzter Kunsthändler in mittleren Jahren, der völlig unbegabte Künstler nach Paris schickt und deren „Werke“ zu völlig überzogenen Preisen an naive Opfer verkauft. Er hat eine ganz besondere Vorliebe für junge hübsche Frauen und lässt auch keine Gelegenheit aus, diese mit seiner dreisten und penetranten Art zum umgarnen.
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Mon Chéri ist ein männerfressendes Monster. Sie hat eine große Portion französischen Charme und mit ihrer Schönheit wickelt sie alle Männer um den Finger.
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Dem Pariser Modell Mon Chéri sind alle Männer hörig, und das nutzt sie aus: Vom Künsler Gogo bis hin zum Minister – sie hat alle. Auch vor verheirateten Männer aus Amerika schreckt sie nicht zurück, solange sie reich sind, gibt sie sich keck und verführerisch.
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Mrs. Green ist einfach "very amerikanisch". In dem Glauben eine wahre Kunstexpertin zu sein, besucht sie mit ihrem Mann viele Kunstgalarien und kauft alles, was ihr als großes künstlerisches Können aufgeschwatzt wird.
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Gestatten: Rembrandt, der größte Künstler überhaupt. Dies meint jedenfalls der junge Künstler Raphael. Rembrandt ist für ihn DAS große Vorbild. Eigentlich ist Rembrandt schon längst tot, doch in Raphaels Kopf erwacht er erneut zum Leben und man fragt sich: Ist er Lehrer oder Schüler?
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Dana Meron ist eine nette, beliebte und vor allem berühmte Reporterin vom Israelischen Rundfunk. Sie versteht zwar überhaupt nichts von Kunst, fühlt sich aber für ihre Anstrengungen eindeutig unterbezahlt! Dana gelingt es immer wieder, die Menschen, die von ihr interviewt werden, mit ihren schwierigen Fragen sprachlos zu machen. An ihrer Seite hängt fast zu jeder Tageszeit ein tragbares Bandgerät. Dieses ist aber schon uralt und gibt deswegen sehr oft seinen Geist auf. Das bringt selbst Dana ganz schön aus der Ruhe!
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Gogo ist ein exzentrischer Pariser Bildhauer, der unter schrecklichen Zahnschmerzen leidet. Mit seinem neuesten Werk wird er die Kunstwelt (vielleicht) in Aufruhr versetzen – es war schließlich ein halbes Jahr schwere Arbeit. Gogo wird alles, nur kein Konformist.
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Gymnasiasten ziehen den Stecker
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Theater AG des Lessing-Gymnasiums bringt Stück des Satirikers Ephraim Kishon auf die Studiobühne
Nach dem riesigen Erfolg ihrer Inszenierung des Stückes "Sonnenallee" im vergangenen Jahr sind die Schüler der Theater AG des Lessing-Gymnasiums derzeit wieder eifrig am Proben. "Zieh den Stecker, das Wasser kocht", heißt das unterhaltsame Stück aus der Feder des israelischen Satirikers Ephraim Kishon, das sich die Schüler selbst ausgesucht haben. Passend zu Yasmina Rezas Stück "Kunst" auf dem aktuellen Spielplan des Mittelsächsischen Theaters befasst sich auch das Stück der Theater AG mit einer unterhaltsamen Interpretation der Frage: Was ist Kunst? Der Maler Raphael Schlesinger weiß gar nicht wie ihm geschieht, als er ganz plötzlich zu einem Superstar in der Kunstwelt wird. Ein Kunstkritiker war beim Verreißen seiner eigentlichen Kunstwerke im Atelier des Künstler auf einen zufällig, wegen wackliger Stuhl- und Tischbeine mit Büchern gebauten Möbelturm gestoßen und entdeckt darin eine neue Kunstrichtung - den 'konischen Mobiliarstil'. Der junge unbeholfene Maler steigt kometenhaft in der Kunstwelt auf und darf in ein Pariser Atelier umziehen. Viele schräge Charaktere nehmen an seinem Künstlerdasein teil und wollen ihn alle mehr oder weniger tatkräftig unterstützen. Offen bleibt aber, warum sein 'konisches Mobiliar' einen solchen Anklang bei den Menschen findet
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Luise Behrisch und Benjamin Brendler hatten das Kishon-Stück entdeckt und ihre 21 Mitstreiter der Theater AG zu Schuljahresbeginn dafür begeistern können. Mit selbst gedrehten Casting-Videos empfahlen sich die Schüler dann für ihre jeweiligen Traumrollen. Seitdem wird eifrig geprobt. Bei einem Probenwochenende, Ende Januar auf Gut Gödelitz, nahm der Dreiakter dann wirklich Gestalt an. Um alle Theatertalente einzubeziehen, wurden zahlreiche Rollen mehrfach besetzt. Gespielt wird in Kulissen, die wieder Kunstlehrer Claus Vejrazka schuf. Der ehemalige Lehrer Christian Haunstein malte wieder am Gymnasium riesige Plakate für die Aufführung (Foto unten). Am Donnerstag wurde in der Studiobühne des Kunsttempels im Lessing-Gymnasium noch ganz intensiv am dritten Akt geprobt. Regie führen wieder die beiden Leiter der Theater AG, Danielle Sturm und Michael Höhme. Beide geben jeweils nach den Spielszenen noch Tipps und Verbesserungsvorschläge. Das Stück steht, die Texte sitzen und der Spaß ist den Schülern anzusehen. Spaß sollen ab dem kommenden Sonntag auch die Zuschauer haben. Jeweils 56 Besucher haben in der Studiobühne im Keller des Kunstgebäudes Platz. Die Premiere am nächsten Freitag ist bereits ausverkauft. Für die drei Wochenendvorstellungen gibt es noch Karten zum Preis von drei Euro für Erwachsene und zwei Euro für Schüler. Zu bekommen sind die Karten im Sekretariat der Schule.
Döbelner Allgemeine Zeitung Anna-Luise Landgraf/Th.Sparrer 10.06.2011
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Gymnasiasten in Premierenstimmung
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Die Theater AG probt für ihr neues Stück auch an den Feiertagen.
Vor der Bühne hat Michael Höhme seinen Regietisch eingerichtet. Der Deutschlehrer, der gemeinsam mit Daniele Sturm die Theater-AG leitet, macht sich Notizen, schaut seinen Schülern beim Spiel zu. Benjamin Brendler spielt die Hauptrolle in „Zieh den Stecker, das Wasser kocht“ von Kishon. Der 18-Jährige agiert sicher, versucht seine Gelassenheit auch auf die anderen Mitschauspieler zu übertragen. „Seit der 5. Klasse spiele ich in der Theater-AG mit“, erklärt Benjamin Brendler. Das Spielen auf der Bühne bereite ihm viel Vergnügen. Ob er daraus jedoch einen Beruf machen werde, kann er noch nicht sagen. „Ich gehe erst mal ein Jahr ins Ausland. Danach sehe ich weiter“, erklärt er. Das Textbuch mit den markierten Stellen zur Hand, geht der 18-Jährige noch einmal seine Passagen durch. Eigentlich fast unnötig, denn der Text scheint bei ihm sicher zu sitzen. „Zwei, drei Tage brauche ich intensiv, um den Text zu lernen. Alles andere ist Phantasie und etwas Improvisation“, sagt der Abiturient. Außerdem: Zu Schuljahresbeginn wählten die Schüler das Stück von Kishon selbst aus und arbeiteten schließlich ein Jahr daran, um es auf die Bühne zu bringen. Von Julia Wegner kam die Idee.
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Die Probe an diesem Pfingstsonnabendmorgen wirkt konzentriert und konstruktiv. Das ist auch nötig, denn bereits am 17. Juni ist für die Mitglieder der Theater-AG Premiere. „Da wir erstmals öffentlich in unserer seit dem letzten Jahr geschaffenen Studiobühne spielen, ist die erste Veranstaltung bereits ausverkauft“, erklärt Michael Höhme.
Wer bis jetzt keine Karten erhalten konnte, hat dazu noch Gelegenheit. Denn die jungen Mimen führen ihr neues Stück auch am 18. Juni um 15 Uhr und 19 Uhr sowie am 19. Juni um 15 Uhr auf. Noch gibt es dafür im Gymnasium Karten zum Preis von 3 Euro, ermäßigt 2 Euro.
Döbelner Anzeiger 14.06.2011 Bärbel Schumann
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Zwischen Kunst und Mobiliar
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Theater AG des Gymnasiums lockt mit "Zieh den Stecker, das Wasser kocht" 300 Besucher in den Keller
"Moderne Kunst ist eine Frage des Mutes", lässt der israelische Satiriker Ephraim Kishon seinen Hauptdarsteller sagen. Mut und Spielwitz hatten die Darsteller der Theater AG des Lessing-Gymnasiums. Gemeinsam mit dem berühmten Satiriker nahmen sie selbst ernannte Kunstkenner auf die Schippe und füllten sechs Mal die Studiobühne im Keller des Kunsttempels auf dem Campus des Lessing-Gymnasiums.
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Mehr als 300 Mitschüler, Eltern, Großeltern und Theaterfreunde werden es gewesen sein, die seit der Premiere am Freitag begeistert die Komödie verfolgten und die jungen Darsteller am Ende feierten. Nach der aufwändigen Inszenierung des Stückes "Sonnenallee" im vergangenen Schuljahr am Döbelner Theater hatten sich die Theater-Schüler in diesem Schuljahr von ihrer Mitstreiterin Julia Wegner für das Kishon-Stück: "Zieh den Stecker, das Wasser kocht" begeistern lassen. "Wir wollten in diesem Jahr unbedingt unseren neuen Theaterkeller einweihen, und da passte die Komödie perfekt", findet Fachleiter Michael Höhme, der mittlerweile seine 14. Inszenierung mit Schülern des LGD auf die Bühne brachte. Gemeinsam mit seiner Kollegin Daniele Sturm wurde seit Schuljahresbeginn gearbeitet, gab es Probenwochenenden, ernste Arbeit und viel Spaß miteinenander. Nach der gelungenen Premiere am Freitagabend und gut besuchten Vorstellungen am Sonnabend und am Sonntag gab es am Sonntagabend beim "Chinesen" in der Schillerstraße mit dem ganzen Ensemble eine Premierenfeier. Bei der letzten Vorstellung hatten gestern Zehntklässler des Gymnasiums ihren Spaß, und auch den Darstellern war anzusehen, dass sie 2012 wieder ein neues Stück anpacken werden. Sechs Zwölftklässler werden die Truppe zwar verlassen. Doch Michael Höhme ist sicher, dass er sich auf begeisterten Nachwuchs stützen kann. Ob das nächste Stück wieder in der kleinen Studiobühne im Theaterkeller des Gymnasiums oder auf der großen Bühne des Döbelner Theaters aufgeführt wird, hängt ganz davon ab, für welchen Stoff sich die Schüler im neuen Schuljahr entscheiden.
Döbelner Allgemeine Zeitung Thomas Sparrer 22.06.2011
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Fotos auf dieser Seite: Hans-Ulrich Hohlfeld
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