Soziales Praktikum

Für die Schüler unserer 9. Klassen organisieren wir unter dem Motto „Schüler des LGD helfen beim Helfen“ ein soziales Praktikum über drei Tage.
Uns ist es wichtig, die personalen und sozialen Kompetenzen unserer Schüler zu fördern. Sie können hier Verantwortung übernehmen, Mitgefühl für andere entwickeln und sich für diese einsetzen, denn im sozialen Tun erkennt man eigene Stärken, Schwächen und Grenzen und lernt den Umgang damit.

Interview mit Frau Geißler zum Sozialen Praktikum

Das Video entstand im November 2013 mit Unterstützung des SAE-Institute Leipzig im Rahmen der FvU-Woche "Medien" in Klasse 9.

Kooperationspartner

Diakonie Döbeln / Roßweiner Werkstätten
Werkstatt für Behinderte in Roßwein
Schule für geistig Behinderte - Regenbogenschule in Döbeln
AWO Kinderwelt gGmbH
Integrative Kindertagesstätte
Berta-Semmig-Heim Döbeln
Kinderhaus „Am Holländer“ Döbeln
„Tausendfüßler“ Am Holländer - Kindertagesstätte und Kinderkrippe Döbeln Ev.-Luth. Kindergarten St. Florian
Kindertagesstätte - Unter den Linden Roßwein Kindertagesstätte Striegiszwerge Niederstriegis
Kindertagesstätte Sonnenschein Döbeln Villa Regenbogen e.V. Mochau
WG „Fortschritt“ Döbeln Seniorenhaus „Am Südhang“ Technitz
AWO Seniorenzentrum Bürgerheim Döbeln AWO Kreisverband Mulde-Collm e.V.- Tagestreff Döbelner Tafel
Volkssolidarität Regionalverband Döbeln e.V. Klinikum Döbeln
Seniorenpflegeheim "Berta Börner" Roßwein Brambor - Pflegedienstleistungen, Betreutes Wohnen Roßwein u. Döbeln
Tierheim Ostrau Kita Großweitzschen
KITA Bussi Bär Döbeln Kindereinrichtung Rößchengrund Döbeln
VdK-Kindertagesstätte "Wirbelwind" Leisnig Kindergarten Ostrau
KITA Zschopauknirpse Waldheim  


Neuntklässler des Döbelner Gymnasiums absolvieren ein soziales Praktikum bei mehr als 30 verschiedenen Anbietern

102 Schüler der neunten Klassen des Lessing-Gymnasiums absolvierten in dieser Woche drei Tage lang das soziale Praktikum bei über 30 verschiedenen Arbeitgebern. Fünf Schüler reisten als Dokumentationsteam von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz, führten Interviews und schrieben Artikel über das Erlebte. So besuchten Lisa Marie Gläßer und Laura Keßler zusammen das WelWel und das Klinikum, während Nina Forberger und Anna-Lina Matz in den verschiedenen Kindergärten und bei der Tafel der Awo vorbeischauten um die Mitschüler bei der Arbeit zu interviewen. Kevin Matthes aus der 9a hatte alle Hände voll zu tun, die Website zu gestalten, auf der die fertigen Artikel und Fotos veröffentlicht werden. In dieser Zeit lernten die fünf Schüler vom Dokumentationsteam viel über das selbstständige Organisieren von Terminen und den Umgang mit Zeitdruck. „Diese Form des sozialen Praktikums ist einzigartig“, findet Nina Forberger.

Annabell Herforth, Marcus Langner, Janina Hartwig und Johanne Finsterbusch arbeiteten in ihrem sozialen Praktikum bei Nadine Reutow im Technitzer Pflegeheim. Foto: LGD

In der Kindertagesstätte „Waldspatzen“ in Zschaitz bekamen Melissa und Leon einen Einblick ins Erzieherleben. Die zwei spielten mit den Kleinen, bastelten und halfen bei den Hausaufgaben. Sophie Naumann aus der 9d engagierte sich bereits in den Sommerferien eine Woche bei der Tafel. Jetzt kam sie für drei Tage wieder. In Technitz am Südhang befindet sich das Seniorenhaus, wo 117 Bewohner betreut werden. Vier Schüler der neunten Klassen absolvierten ihr soziales Praktikum in dieser Einrichtung. Johanne Finsterbusch aus der 9a sagt: „Hier ist es richtig schön und meine Vorstellungen wurden übertroffen.“ Auch Janina Hartwig aus der 9d findet: „Ich hatte immer eine falsche Vorstellung von Pflegeheimen. Ich dachte es ist alles grau und traurig, aber im Gegenteil, wir lachen viel mit den Leuten und es herrscht viel Lebensfreude.“ Ihre alte Grundschule haben sich Sina Oehme und Emilia Loschinski für ihr Praktikum ausgesucht. Die Beobachtung und Auswertung des Unterrichts, Begleitung zum Sport und die Hausaufgabenbetreuung standen an der Kunzemannschule auf dem Programm der beiden Mädchen aus der 9a. „Es ist uns eine Hilfe“, betont Schulleiterin Heidemarie Egerer. Liesa Burkl und Lukas Schumann aus der 9b arbeiteten als Betreuer im Kindergarten „Striegiszwerge“ in Niederstriegis, den sie selbst einmal besuchten. Das Praktikum entpuppte sich als anspruchsvolle und coole Aufgabe, und das bei drei Gruppen mit je 20 Knirpsen.

Für die 18 Stunden sozialer Arbeit bekommen die Schüler ein Zertifikat in Bronze. Im Lauf des nächsten Schuljahres ist dieses noch um weitere ehrenamtlich geleistete Stunden sozialer Arbeit erweiterbar. 48 Stunden sind für ein Gold-Zertifikat notwendig.

Döbelner Allgemeine Zeitung
Thomas Sparrer
22.04.2016