06.09. 3000 Euro für Lernen mit dem Tablet

Lessing-Gymnasium gewinnt bei bundesweitem Wettbewerb den zweiten Preis

Die Spannung war gestern groß..... 20 000 Euro, 3000 Euro oder 1000 Euro für das Lessing-Gymnasium Döbeln. Einen dieser drei Preise hatte das LGD beim bundesweiten Wettbewerb der Initiative „Digitale Bildung neu entdecken“ schon sicher. Ein kompletter Klassensatz Tablett-Computer im Wert von 20 000 Euro war der Hauptpreis und an dem sind die Döbelner mit ihrem zweiten Platz ganz knapp vorbeigeschrammt. Mit einem Warengutschein im Wert von 3000 Euro für den digitalen Unterricht im Gepäck traten die Lehrerinnen Ursula Kührig und Sylvia Risse sowie die beiden Schüler Philipp Hoffmann und Martha Teichert von der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin gestern Nachmittag die Heimreise an. Die Preisverleihung fand nämlich im großen internationalen Rahmen statt.

Das Lessing-Gymnasium hatte sich in der Klassenstufe 7/8 mit einem Wettbewerbsbeitrag beworben und bundesweit unter den ersten Drei platziert. Bis zuletzt blieb offen, welchen Platz zwischen eins und drei das LGD belegt hat. Die anderen beiden Schulen in dieser Kategorie kommen aus Magdeburg und Ostrhauderfehn in Niedersachsen.

Ursula Kührig, Fachleiterin für Naturwissenschaften am Gymnasium, und ihre Kollegin, Informatiklehrerin Sylvia Risse, hatten wieder einmal nach neuen methodischen Möglichkeiten gesucht, digitale Technik im Unterricht einzusetzen. Das bundesweite Projekt bot dafür die Chance. Samsung hatte für die Zeit des Projektes schon einmal Tablets zur Verfügung gestellt. Die heutige Klasse 9a testete mehrere Wochen lang den Unterricht mit Tabletcomputern. Die Schüler berechneten mit Maßband, GPS und Tablet den Erdumfang vom Schulhof aus oder lösten spannende Aufgaben, wie Flächenberechnungen von der Rathausfassade. Zum Abschluss des Tabletprojektes begaben sich die Schüler auf eine Schatzsuche. Das Ziel der Lehrerinnen und ihrer Schüler stand fest: Sie wollen in der Schule statt mit dem angestaubten Taschenrechner lieber mit dem Tablet arbeiten, die Cloud nutzen, mit dem Matheprogramm Geogebra rechnen und Wissensschätze auch in anderen Fächern heben. Das überzeugte die Expertenjury für den mit 3000 Euro dotierten zweiten Platz.

Döbelner Allgemeine Zeitung
Thomas Sparrer
06.09.2016

Aus der Pressemitteilung:

Mit ihrem innovativen Projekt „Was ist, was kann, was soll GPS?“ belegt das Lessing-Gymnasiumaus Döbeln beim bundesweiten Wettbewerb zur digitalen Schule IDEEN BEWEGEN in der Klassenstufe 7 bis 8 den zweiten Platz und erhält einen Warengutschein in Höhe von 3.000 Euro. Die Preisverleihung fand am05. September 2016 im Rahmen der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin statt.
„Wir freuen uns sehr über den Preis und sind glücklich, den heutigen Tag in Berlin zu verbringen. Das ist ein großes Ereignis für die Schüler, die natürlich stolz sind, den 2. Preis in Empfang nehmen zu dürfen“, so eine prämierte Lehrerin über den Gewinn. „Die Schule muss digitaler werden. Schön, dass Samsung das unterstützt. Wir sind total happy über den 2. Platz“, ergänzte einer ihrer Kollegen.
Das sächsische Gymnasiumüberzeugte die Experten-Jury mit einemfächerübergreifenden Projekt zum Global Positioning System (GPS), das vor dem Hintergrund seiner technischen Grundlagen zur Standortbestimmung erforscht und kritisch bewertet wurde. Die Messergebnisse wurden mit tatsächlichen Werten verglichen, umdie Genauigkeit des GPS einzuschätzen. Zusätzlich veranstalteten die Schüler und Schülerinnen eine digitale Schnitzeljagdmit der Actionbound-App.
Die Jury lobte: „Den eingereichten Dokumentationen merkt man deutlich die intensive, aufmerksame und begeisterte Arbeitsatmosphäre in der Schule an. Der kreative und vielseitige Einsatz der digitalen Medien für die Umsetzung und Veranschaulichung komplexer Themen zeigt die Innovationskraft, die in diesem Projekt steckt.“ Das spiegelte sich im Engagement der Schüler und Schülerinnen wider, die über den Unterrichtmit Hilfe digitaler Werkzeuge noch immer begeistert sind: „Klar, denn damitmacht es vielmehr Spaß!“