07.11. Workshop zum Thema Antisemitismus


Unter dem Motto "Vor Antisemitismus ist man nur auf dem Mond sicher" beschäftigten sich 20 Schüler des LGD im Rahmen der "Aktionswoche gegen Antisemitismus" mit dem aktuellen politischen Problem.

Gerade beim Thema Antisemitismus ist es gut, wenn verschiedene Aktivitäten zusammenfinden. Seit vielen Jahren versucht das Lessing-Gymnasium über jüdische Geschichte und antisemitische Vorurteile aufzuklären. Besonders der Wahlgrundkurs „Jüdische Geschichte und Kultur“ spielt hier eine tragende Rolle. Der Treibhaus-Verein Döbeln bündelte in einer „Aktionswoche gegen Antisemitismus“ verschiedene Veranstaltungen zum Thema. Der Workshop „Vor Antisemitismus ist man nur auf dem Mond sicher“, der von zwei Studenten aus Sachsen-Anhalt geleitet wurde, war eine gute Ergänzung zu den Inhalten, die am Gymnasium z.B. im Rahmen der Wahlgrundkurse behandelt werden.

Interessierte Schüler des LGD besuchten den vierstündigen Workshop nach dem Unterricht.


An aktuellen Beispielen wurde verdeutlicht, dass Antisemitismus leider kein historisches, sondern ein höchst aktuelles politisches Problem ist. Nach einem Brainstorming zum Begriff erläuterten die Leiter des Workshops die verschiedenen Spielarten des Antisemitismus. In Rollenspielen wurde versucht, z.B. die teilweise eingängige Logik von Verschwörungstheorien nachzuempfinden und so zu verstehen, warum antisemitische Klischees auch heute noch auf fruchtbaren Boden fallen. In der Diskussion ging es immer wieder auch um die Frage, wie man rassistischen Vorurteilen entgegentreten kann. Gerade für die Teilnehmer, die sich im Rahmen des Projektes „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ engagieren, war die vom Landesprogramm „Weltoffenes Sachsen“ gefördert Veranstaltung eine sehr sinnvolle Fortbildung.

Ich freue mich sehr, dass der Workshop zu diesem wichtigen Thema am Lessing-Gymnasium durchgeführt wurde. Ein Dankeschön geht hier besonders an den Treibhaus e.V. Döbeln und an Anja Fischer, die den Kontakt herstellte und die Vorbereitung der Veranstaltung koordiniert.

Michael Höhme