Die Geschichte des Michael Kohlhaas im Stil einer Boulevardzeitung
Der "Mordbrenner"
Maik K., (Name redaktionell geändert) Pferdehändler, treusorgender Ehemann und Vater aus Brandenburg, ist ein Beispiel dafür, dass man weder durch legale noch illegale Mittel gegen den Adel zu seinem Recht kommt.
Maik K. war ein bis dato unbescholtener und immer nach dem Gesetz lebender Bürger, der durch
den Komplott eines Adelsmannes zwei seiner besten und teuersten Pferde verlor. Er kämpfte gegen dieses Unrecht, indem er gegen den Besitzer der Burg T. an oberster Stelle eine Klage einreichte. Doch durch einen Behördenfehler wurde diese Klage nicht erhört und als seine Frau vergeblich versuchte
Recht zu erwirken und dabei auf tragische Weise verstarb, entbrannte in Maik K. die Wut. Er scharte einige seiner ihm treu ergebenen Knechte um sich und ließ seiner Rache freien Lauf. Mit einem Heer von 50-60 Knechten brannte er die Burg des verhassten Gegners nieder. Viele
unschuldige Menschen kamen grausam ums Leben. Jedoch schlossen sich dem betrogenen Pferdehändler weitere Hundertschaften an und
diese brannten gemeinsam die Stadt Wittenberg, in die der Burgherr fliehen konnte, nieder. Nach einigen blutigen Schlachten wurde die Klage des Herrn K. von neuem vor Gericht gebracht. Maik K. legte daraufhin die Waffen nieder und ging einen Kompromiss mit dem Kurfürst von Sachsen ein.
(Zum Redaktionsschluss lagen uns keine genauen Informationen über diesen Kompromiss vor.) Als für K. die Situation immer bedrohlicher wurde, flüchtete er in voller Verzweiflung. Doch die Flucht misslang. Maik K., ein Mann der für sein Recht kämpfte, wurde zum Tode verurteilt. Er wurde am Montag vor Ostern auf grausame Weise hingerichtet. K. hinterlässt zwei Söhne, die nun ohne Eltern aufwachsen müssen. Aber eines
ist gewiss, trotz seines Todes erreichte K. sein Ziel. Der Klage gegen den Burgherrn wurde stattgegeben und alle angefallenen Auslagen des Herrn K. wurden beglichen.
Hannes Feldmann (zur
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