Innerer
Monolog des Michael Kohlhaas kurz vor seiner Hinrichtung
Nun ist es wohl soweit, mein Leben geht seinem Ende zu. Und das alles, obwohl ich gekämpft habe, gekämpft um mein Recht, um meine Familie und mein gesamtes Leben. Mmh, ja soweit ist
es nach meinem Streit mit dem Herrn der Trunken..., nein Tronkenburg gekommen . Obwohl das Erste wohl besser zutreffen würde, so wie die gesoffen haben, naja er bekommt nun auch seine Strafe, jene hat er wohl mehr verdient als der Teufel das Licht unseres lieben
Gottes.
Seid nicht so grob ihr Soldaten des Königs!
Nein, sie können nichts für ihr Tun, genau wie all die unschuldigen Leute, welche durch meine Hand starben, nichts für die Taten des Wenzels von Tronka können. Ich habe keine Gnade Gottes zu erwarten, eher wird mich der Teufel holen.
All meine Freunde wurden mit in diese schrecklichen Taten hineingezogen und das alles wegen meinem
Dickkopf. Ich hätte die Sache mit den Pferden doch auch auf sich beruhen lassen können. Warum müssen aber auch immer die Adligen gewinnen und wir armen Bürger unter ihnen leiden.
Vielleicht wäre die ganze Geschichte völlig anders ausgegangen, wenn ich all die Zeit auf dem Weg des Rechts geblieben wäre
? Hätte ich Schlimmeres verhindern können ?
Doch was haben sie denn alle erwartet ? Dass ich dabei zusehe, wie sie meine Frau
ermorden ? Ich denke, kein Mann hätte still geschwiegen, wenn dies mit der Seinen geschehen wäre.
Alt bin ich wohl nicht geworden, aber ich denke doch, dass ich meine Zeit gut genutzt habe..."
Nun denn, lasst es uns hinter uns bringen.
Marco Lamz (zur Graphik)