Auch in diesem Jahr fand am Lessing Gymnasium in Döbeln das soziale Praktikum statt.
103 Schüler erfuhren in 41 verschiedenen Einrichtungen Einblicke in die soziale Arbeit. Gearbeitet wurde in Kindergärten, Altershäusern, Schulen, aber auch in Kloster Buch oder im Krankenhaus Döbeln. Von Dienstag bis Donnerstag halfen die Neuntklässler den Pflegekräften bei der Arbeit. Dabei gab es einige Überraschungen. Viele hatten sich die soziale Arbeit nicht so spannend vorgestellt. Die 3 Tage bewiesen das Gegenteil. Zwar war die Arbeit oft anstrengend, besonders in den Kindergärten, doch es war eine besondere Erfahrung. Oft wurde bemängelt, dass das Praktikum zu kurz ist. Begeistert zeigten sich auch wieder die Leiter der verschiedenen Praktikumsplätze.
Kerstin Heinze beispielsweise, die Leiterin der „Auterwitzer LebensArt“, war begeistert von dem Arbeitseifer und der Freude, die die Jugendlichen an den Tag legten. So mancher Erzieher in Kindertagesstätten freute sich über die Unterstützung der Praktikanten. Aber in anderen Stellen wurden unsere Schüler mit offenen Armen empfangen: „Er ist sehr flexibel, das klappt sehr gut” meint einer der beiden Hausmeister des Kinderhauses „Am Holländer“ über André, der dort mit aushalf. Erhard Zaak, der ein Praktikum in Auterwitz absolvierte, meint: „Hier würde ich lieber noch drei Tage bleiben“. Die körperliche Arbeit bietet für die Schüler einen sehr schönen Ausgleich zum langen Sitzen in der Schule. „Ich möchte auf jeden Fall viel Spaß mit den Kindern haben!“ sagt auch Anna Böhle, die sich für den Praktikumsplatz im Kindergarten „Rößchengrund“ entschieden hatte.
Zwischendurch konnte es passieren, dass einer vom Dokumentationsteam am Praktikumsplatz erschien und ein kurzes Interview mit den Schülern durchführte.
Im Vorfeld hatte sich unsere stellvertretende Schulleiterin Frau Geißler um die Auswahl der Praktikumsplätze gekümmert. Die Schüler bewarben sich dann bei ihr für 2 Praktikumsplätze: einen Erst- und einen Zweitwunsch. Nächstes Jahr werden die jetzigen 8. Klassen diese langjährige Tradition fortführen. Die diesjährigen neunten Klassen werden dann ein zweiwöchiges Betriebspraktikum erleben. Vielleicht entscheidet sich ja nun jemand für seinen sozialen Praktikumsplatz.