Traditions- und Förderverein e.V.

1959 - 2009

Goldenes Abitur 1959 - 2009

Zur Vergrößerung bitte auf das Foto klicken. Foto: Heinze, EP Namyslo, Döbeln

Idee hat sofort gezündet

Im Lessing-Gymnasium treffen sich zum siebenten Mal Ex-Abiturienten zum Gold-Abi

Krawatte an Stelle eines TShirts, edler Zwirn statt Blue-Jeans: Auf diese kurze Formel lassen sich die Unterschiede bringen, die am Sonnabend im Lessing-Gymnasium am augenfälligsten waren. Denn statt zehn- bis achtzehnjähriger junger Männer und Frauen bestimmten gestandene Damen und Herren der Generation 60Plus die Szenerie in den Fluren der Bildungseinrichtung, in der zum siebenten Mal ein Abiturjahrgang sein „Goldenes Abitur“ feierte.

Absolventen des Döbelner Abiturjahrgangs 1959

trafen sich am Sonnabend nach 50 Jahren wieder an ihrer Schule. Foto: Wolfgang Sens

2003 traten Ex-Abiturienten des Jahrgangs 53 an das Gymnasium mit der Anfrage heran, ob man eine Möglichkeit zur Ausrichtung eines Klassentreffens sehe. Man sah eine solche nicht nur, sondern nahm alsbald über den Traditions- und Förderverein der Bildungseinrichtung die Sache selbst in die Hand. „Die Idee des Goldenen Abiturs hat sofort gezündet, mittlerweile ist die Veranstaltung eines der Highlights der Vereinsarbeit“, informiert Matthias Müller, amtierender Schulleiter und zweiter Vorsitzender des Vereins, der sich neben der Organisation und Ausrichtung der jährlichen Jubiläumsfeierlichkeiten unter anderem die Co-Finanzierung des Ganztagsangebotes, die Unterstützung des internationalen Schüleraustausches sowie die Begabtenförderung auf seine Fahnen geschrieben hat.

Ein Highlight, für dessen Organisation enormer Aufwand vonnöten ist. „Die Recherchen für den Jahrgang 60 schließen sich nahtlos an, im Februar beginnt dann die heiße Vorbereitungs-Phase“, so Müller, der anfügt, dass die Organisation nicht ohne die Adressen-Recherche der Ex-Abiturienten untereinander zu leisten wäre. Denn diese seien innerhalb der 50 Jahre über die gesamte Bundesrepublik verstreut, und so manch einen habe man sogar in Übersee aufgespürt.

Eine ganz so weite Anreise hatte Günther Petermann aus Waldheim nicht, der mit guten Erinnerungen ein halbes Jahrhundert nach seinem Abitur seine ehemalige Schule betrat. „Wir waren von Anfang bis Ende des Abiturs in einer Klasse, was sich zweifellos positiv auf das Zusammengehörigkeitsgefühl ausgewirkt hat“, so Petermann, demzufolge es damals wie heute sowohl gute wie schlechte Lehrer und Lehrerinnen gab. Im Unterschied zu heute, ergänzt Helmut Titz, Petermanns Mitschüler der 12b3, sei der Unterricht zu ihrer Zeit jedoch strenger über die Bühne gegangen. „Was uns jedoch nicht davon abgehalten hat, unseren Lehrern Streiche zu spielen“, gesteht der Döbelner augenzwinkernd.

Döbelner Allgemeine Zeitung
rd, 05.10.2009

Abiturjahrgang 1959

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Zum gleichen Thema schreibt der Döbelner Anzeiger:


Nach 50 Jahren treffen sich ehemalige Pennäler

Rund 50 ehemalige Schülerinnen und Schüler des Lessing-Gymnasiums feiern Goldenes Abitur.

Viel hat sich im Schulhaus seit 1959 verändert. „Nur die Treppenstufen sind noch dieselben“, sagte Christian Wolf vom Traditions- und Förderverein des Lessing-Gymnasiums in seiner Eröffnungsrede. Nach einem halben Jahrhundert trafen sich die Absolventen von damals in der Aula. Unter einigen hatten sich die Verbindungen so lange gehalten. Andere ehemalige Abiturienten sahen ihre Banknachbarn zum ersten Mal wieder.

Etwa 80 Schüler in vier Klassen legten vor 50 Jahren ihr Abitur an der damaligen Lessing-Oberschule ab. 40 folgten am Sonnabend der Einladung in die Aula der Schule und erhielten eine Urkunde für das „Goldene Abitur“. Überreicht wurden diese vom ehemaligen Sportlehrer Christian Thürer.

Seit sieben Jahren lädt der Traditions- und Förderverein die Absolventen zum „Goldenen Abitur“ ein. In Vorbereitung auf diesen Tag hatte Schulleiter Matthias Müller in den alten Klassenbüchern recherchiert. Er erinnerte an Kinopflichtveranstaltungen, Weihnachtsfeiern im FDJ-Clubhaus und daran, wer beim Spicken in der Mathearbeit erwischt wurde. „Da werden Erinnerungen wach, und man wird um 50 Jahre zurückversetzt.“ Die Schülerinnen und Schüler haben einen bewegte Schulzeit hinter sich: Geboren in der Kriegszeit, eingeschult in der Nachkriegszeit, zu DDR-Zeiten gelernt. „Und nach der Wende war plötzlich alles anders“, erinnerte der Schulleiter an das vergangenen halbe Jahrhundert.

Viele ehemalige Schüler seien noch zu DDR-Zeiten in den Westen Deutschlands gegangen. Deswegen habe es vorher nie Treffen gegeben. Matthias Müller äußerte seine Hoffnung, dass er in zehn Jahren, zum „Diamantenen Abitur“, wieder so viele ehemalige Abiturienten in der Aula begrüßen kann.

Nach der Festveranstaltungen fuhren die ehemaligen Schüler in die Margarethenmühle, um über die vergangenen 50 Jahre zu plaudern.

Döbelner Anzeiger
Peggy Zill, 06.10.2009