22. April 2005

Neues aus dem medizinischen Nähkästchen

Dr. med. Christian Wolf 

VF Dr. med. Christian Wolf hatte am 22. April zum zweiten Mal nach 2004 zu seiner ganz besonderen Sprechstunde ins Vereinslokal "Döbelner Haus" geladen, um aus seinem langen und bewegten Berufsleben zu plaudern und so ganz nebenbei eine gehörige Portion Medizin- , Lokal- und Zeitgeschichte lebendig werden zu lassen.

Pünktlich um 18.30 Uhr sollte die "Untersuchung" beginnen und die "Patienten", die einige Minuten zu spät kamen, staunten nicht schlecht - das "Wartezimmer" war bis auf den letzten Platz besetzt. So musste "Sprechstundenhilfe" VF Gerhard Heruth sogar noch Tische und Stühle besorgen.

 

In unnachahmlicher Weise entführte VF Dr. Wolf die Anwesenden in vergangene Jahrzehnte, löste mit seinen mitunter köstlichen Geschichten Schmunzeln, lautes Gelächter, aber auch nachdenkliche Gesichter aus. So ging es zum Beispiel um riskante Operationen, die Ängste eines Doktors, wenn das eigene Kind behandelt werden muss, den Schwarzumtausch von Ost- in Westgeld, bei dem sich das vermeinlich gute Geschäft als Totalverlust entpuppte und die bewegten Zeiten 1961, als Mediziner in Scharen das Land verließen.

Nach reichlich 60 Minuten war die "Sprechzeit" leider schon zu Ende. Nach langem und herzlichen Beifall bekräftigte VF Heruth seinen Wunsch, die Aufzeichnungen doch zu veröffentlichen, was aber aus vielerlei Gründen nicht möglich sein wird. Und so endete bei angeregten Gesprächen dieser Vereinsabend in der Gewissheit, bei etwas ganz Besonderem und wohl auch Einmaligem dabei gewesen zu sein.

M. Müller / 24.04.2005

 

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