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12. Januar 2007
Januarstammtisch = Literaturstammtisch
Vielleicht hatte mancher geglaubt, "wegen dem stürmischen Wetter" würden nur wenige Vereinsfreundinnen und Vereinsfreunde den Weg in den "Vereinszimmerbereich" des "Hotel´s" Bavaria finden? Weit gefehlt, "die Besetzung" der vorhandenen Stühle war vollständig. Die Döbelner Stammtischfreunde und auch Gäste des Vereins waren gern zu Hermann Schneider "seinem Literaturabend" gekommen.
Sie reiben sich verwundert die Augen?
Keine Sorge - unsere sprachlichen Ver(w)irrungen sind nur Folgeerscheinungen einer "überaus" vergnüglichen Deutschstunde. Nach Lessing-Abenden in den Jahren 2004, 2005 und 2006 hatte der Ehrenvorsitzende Hermann Schneider, viele Jahrzehnte Deutschlehrer am Gymnasium, zur "Auslotung" der Untiefen der neuen deutschen Sprache eingeladen.
Unter Zuhilfenahme der "Lehrbücher" Duden Ausgabe Nr. 27 (!) und Bastian Sicks "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" führte Hermann Schneider seine "Deutschschüler" mit lausbubenhaftem Spaß in den alltäglichen Sprachdschungel. Gelacht wurde viel an diesem Abend. Oder man ertappte sich bei dem Gedanken "Das sage oder schreibe ich doch auch... das ist falsch???..."
So ging es - natürlich - um den richtigen Gebrauch von Genitiv und Dativ, um unsägliche Substantivierungen im Amtsdeutsch, um allumfassende "Bereiche" des täglichen Lebens, den richtigen Plural, das Verbindungs-S zweier Substantive (z.B. in Bereichsleiter) und vieles mehr. Das Thema war so fesselnd, dass nach dem pünktlichen Ende der 45-minütigen "Unterrichtsstunde" die Diskussion munter weiterging. (weiterging? - zusammen? getrennt?). Michael Höhme, Deutschlehrer am Gymnasium, berichtete von den Schwierigkeiten beim Benoten der Rechtschreibkenntnisse heutiger Schüler, den Möglichkeiten beim Einsatz professioneller Duden-Software und Konrad Kindermann verwies auf sprachliche Besonderheiten in südlicheren deutschen Bundesländern.
Ein herzliches Dankeschön gilt unserem Ehrenvorsitzenden für einen gelungenen Abend. "Die Bereuung des Kommens" verspürte sicher niemand.
Matthias Müller
13.01.2007


