16. November 2007

Die Scheichtümer am Persischen Golf

sollten an diesem eher tristen Novemberfreitag das Ziel unserer virtuellen Vereinsreise sein.

Reisevorträge finden immer das Interesse unserer Vereinsfreundinnen und -freunde. Kann man doch Erfahrungen austauschen, wenn man selbst schon die vorgestellten Reiseziele angesteuert hat, Anregungen für die nächsten "Abenteuer" mit nach Hause nehmen oder einfach nur in geselliger Runde sein Wissen über andere Länder und Kulturen erweitern.

 

 

Eingeladen hatte "Scheich K.K. Ben J.K. Ibn F.J.K", hinter dem sich - wie sich schnell herausstellte - Schulleiter i.R. Konrad Kindermann verbarg. Er hatte mit seiner Frau im Frühjahr 2007 das Sultanat Oman und etliche Emirate am Persischen Golf bereist.

 

Touristinnen in arabischen Gewändern

Als ehemaliger Geografielehrer am Gymnasium lenkte Konrad Kindermann mit vielen, vielen geschickt arrangierten Bildern und treffenden Texten die Aufmerksamkeit der Versammelten auf zahlreiche Details. Karge Landschaften fruchtbare Oasen, pulsierende Metropolen, Baustile, kleine und riesige Häuser, Erdölhäfen, berühmte Hotels, Moscheen, Forts ... das alles fand Erwähnung und Beachtung.

Aber natürlich wurde auch ein Blick in die Geschichte der besuchten Länder geworfen, kulturelle Besonderheiten beleuchtet und geografische Daten verglichen.

 

Ein Höhepunkt des Vortrages war zweifellos die mitgebrachte Kopfbedeckung aus den arabischen Ländern. Die "Smagh" oder Ghutra bezeichnete Kopfbedeckung ist ein quadratisches Tuch aus Baumwolle oder Mischgewebe, das dreieckig gefaltet auf dem Kopf getragen wird. Befestigt wird es mit einer Mütze, als Taqiyah bezeichnet, oder einem zumeist schwarzen Ring, der "Igal" heißt. Ein "Opfer" zur "Anprobe" war schnell gefunden:

 

Matthias Müller, 2. Vorsitzender des Vereins mit Ghutra und Igal

 

Bei solch einem interessanten Vortrag vergisst man die Zeit. Als die Deckenbeleuchtung wieder Licht spendete, waren 90 Minuten vergangen, was von allen mit Erstaunen registriert wurde. Ein herzlicher Beifall brandete auf, als sich Scheich K.K. per Bild verabschiedete.

 

 

Zahlreiche Diskussionen und Fragen an Konrad Kindermann ließen einen schönen und rundum gelungenen Vereinsabend ausklingen.

Matthias Müller
17.11.2007

 

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