Traditions- und Förderverein e.V.

24. September 2017

Vereinstreffen

Unser 27. Vereinstreffen wurde am letzten Wochenende im September in Döbeln am LGD begangen. Der Begrüßungsabend stand unter dem MottoTablet & Co“ oder „Das Ende der Kreidezeit“. Der Unterricht des Gymnasiums wird heute von interaktiven Tafeln, Tablets und webgestütztem Lernen geprägt.

Die doch sehr wenigen angemeldeten Mitglieder des Traditions- und Fördervereins trafen sich am Sonnabend in kleiner Runde in der Bibliothek des Hauses zur jährlichen Mitgliederversammlung. Hier ließ man die Vereinsarbeit Revue passieren, konnte stolz auf Erreichtes sein, auch wenn die Mitglieder noch vor Jahren zahlreicher an der Veranstaltung teilgenommen hatten. Zum Abschluss „vererbte“ Dr. Wolf seine Schulmütze Frau Geißler.


Unser traditioneller Sonntagsausflug ließ uns am Wahlsonntag früh starten. Bereits 8.30 Uhr trafen sich 28 Gäste bei Nieselregen am Busbahnhof. Unser Ziel war das 1318 erstmals urkundlich erwähnte Schloss Weesenstein im Tal der Müglitz. Zwei fachkundige Mitarbeiter des Museums führten die Teilnehmer in zwei Gruppen durch das einzigartige achtstöckige Schloss. Das Besondere des Gebäudes, dessen Name auf das Quarzitgestein im Fels zurückzuführen ist, ist, dass es von oben nach unten gebaut wurde, sodass die Keller über dem Pferdestall liegen. Die im Schloss integrierte 1741 geweihte Hauskirche diente den Restauratoren beim Wiederaufbau der Frauenkirche als Beispielobjekt der Farbgebung, denn der Schöpfer des Gotteshauses im Müglitztal, Johann Georg Schmidt, war ein Schüler des Baumeisters George Bähr, der für die Frauenkirche verantwortlich war. Während der interessanten und kurzweiligen Führung erfuhren die Döbelner Vereinsfreunde viele Details zur achthundertjährigen, wechselvollen Geschichte, geprägt durch die Burggrafen zu Dohna, die Familie von Bünau, die Familie Uckermann und die Wettiner mit König Anton von Sachsen und dessen Neffen Johann von Sachsen. Ob „Ledertapetensaal“, die Anlage des Schlossgartens mit „Badezimmer“ oder die Erneuerung der Sandsteinbrücke – jeder Besitzer leistete einen Beitrag zur Erhaltung der Anlage. Von 1945 bis 1950 diente das Schloss als Notunterkunft für ausgebombte Dresdner, Flüchtlinge und Vertriebene, bevor es ab 1952 museal genutzt wurde. Von 1991 bis 2015 wurden dringend notwendige Sanierungsmaßnahmen für 27 Millionen Euro durchgeführt.

Der Schlosspark, der als Highlight des Schlosses gilt, wurde aufgrund des regnerischen Wetters nur durch das Schlossfenster betrachtet.

Ein erneuter Besuch bei sonnigem Wetter ist sicher ein Muss für alle Teilnehmer.

Nach der Stärkung in der Schlossgaststätte Weesenstein ging es zurück nach Döbeln.

Heike Geißler