18.06. Jahrgang mit praktisch perfekter Quote
Was der Schulleiter den Abiturienten mit auf den Weg gibt.
Musik schallt über den Pausenhof des Lessing-Gymnasiums. Lachen der Schülerinnen und Schüler, Trillerpfeifen und Applaus. Vor allem, wenn die Tutoren des Abiturjahrgangs 2026 – Petra Rentsch, Tommy Greim, Katrin Berge, Sylvia Risse und Ines Sperlich – unter dem Motto „Swabirowski – Diamanten entstehen unter Druck“ bei nicht ganz ernst gemeinten Quizrunden und Spielen so manchen Spaß über sich ergehen lassen müssen.
Auf dem Schulcampus ist förmlich zu spüren, wie der Druck von den Abiturienten nach erfolgreich abgelegten Prüfungen abfällt.
Das ist auch nicht verwunderlich, denn von den 70 zu den Prüfungen zugelassenen Schülerinnen und Schülern haben 69 das Abitur in der Tasche. Wegen Krankheit sei lediglich ein Ergebnis noch offen, erklärt Direktor Michael Höhme.
„Es mussten einige Schüler in die mündliche Prüfung. Aber die haben es sehr ernst genommen und den Abschluss geschafft“, so Höhme. „Da haben wir uns für einige gefreut, die wir nicht so auf dem Schirm hatten.“
Und entsprechend ist der Direktor mit dem Jahrgang, trotz eines nicht überragenden Notenschnittes von 2,61, zufrieden. Denn im Gegensatz zum Vorjahr, in dem es fünf Durchfaller gab, haben alle bestanden.
„Jetzt werden die Karten ohnehin neu gemischt. Das Leben ist einfach bunter“, erklärt Michael Höhme und fügt an: „Wir haben ein gutes Sprungbrett vorbereitet, und wo sie jetzt hinspringen und wie es nach dem Sprung läuft, da ist nun jeder seines eigenen Glückes Schmied. Sie werden schon etwas draus machen.“
Eine, die bereits genau weiß, was sie will, ist die Jahrgangsbeste Anna Christin Buschmann. Im Herbst werde sie in Leipzig ein Jura-Studium aufnehmen, erklärt die 18-Jährige, die sich viel Mühe gegeben habe, um einen solch guten Abschluss zu erreichen.
Zwar sei sie sehr ehrgeizig und perfektionistisch, aber stehe sich manchmal auch selbst im Weg, verrät die junge Frau, die in ihrer Zeit am Lessing-Gymnasium sehr viel gelernt habe. Schulisches ebenso wie vieles, was man im Leben benötige.
„Das Abitur ist jetzt trotzdem irgendwie eine Befreiung, da man etwas abgeschlossen hat“, sagt Anna Christin Buschmann, die die Abifete mit allen anderen genossen hat. „Dennoch bin ich etwas traurig, weil man Freunde, die man gefunden hat, jetzt nicht mehr so oft sehen wird“, gibt die 18-Jährige zu, die Bildung als sehr wichtig erachtet. „Denn in vielen Ländern ist das nicht der Fall, und man sollte stolz sein, dass man hier im Land freie Bildung erhält“, sagt sie, auch mit dem Blick auf den Abiturjahrgang 2026.
Döbelner Anzeiger
Dirk Westphal
18.06.2026
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