Lessing-Gymnasium Döbeln

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Schulgebäude des LGD

Körnerplatzschule für die Klassen 5 und 6

Mit dem Beginn des Schuljahres 2010/2011 nutzt das Lessing-Gymnasium die neue Außenstelle am Körnerplatz (Gebäude II). In diesem Gebäude werden ausschließlich die 5. und 6. Klassen unterrichtet.

Hauptstandort für die Klassen 7 - 12


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Heben Sie mit uns ab !

Das Video entstand im November 2012 mit Unterstützung des SAE-Institute Leipzig im Rahmen der FvU-Woche "Medien" in Klasse 9. Der Modell-Hubschrauber mit Kamera wurde von Herrn Hohlfeld gesteuert.

LGD-Campus - ein Rundumblick

Hauptgebäude f. Sprachen u. Gesell.-wiss.

Gebäude Naturwissenschaften

Kunstgebäude


Das Video entstand im November 2011 mit Unterstützung des SAE-Institute Leipzig im Rahmen der FvU-Woche "Medien" in Klasse 9.

Mensa, Schulklub und Park



Kostbare Schätze in Grün

Alte Baumriesen und neu gepflanzte Exoten machen den Schulpark des LGD zu einem kleinen botanischen Garten. Auf Schildern bekommt man neuerdings Informationen zu zahlreichen Bäumen und Sträuchern.

Ein bisschen Luxus ist es schon, wenn eine Schule über einen kleinen Park verfügt. Das Lessing-Gymnasium erbte aus der Zeit des Königlichen Realgymnasiums ein kleines botanisches Refugium, das gleich im Anschluss an den Schulhof zum Verweilen im Grünen einlädt. Aber nicht nur das. Die Altvorderen pflanzten keine Allerweltsgewächse, sondern entschieden sich für ausgewählte botanische Kostbarkeiten, die -nunmehr neu beschriftet- fast einen kleinen botanischen Lehrpfad ergeben. Ergänzt wurden die alten Bäume aus der Gründungszeit des Gymnasiums durch einige Neupflanzungen, die den Charakter des kleinen Parks als Sammlung besonderer Gehölze unterstreichen sollen.

Unter den älteren Baumexemplaren erwähnenswert ist zum Beispiel ein Gingko, der zu den ältesten Bäumen dieser Art in Döbeln zählt. Der Gingko, in Deutschland durch ein Gedicht Goethes berühmt geworden, ist ein Baum, der für das Leben steht. Zur modernen Mythenbildung trug die Geschichte des Tempelbaumes in Hiroshima bei, der bei der Atombombenexplosion 1945 in Flammen aufging, aber im selben Jahr wieder austrieb und weiterlebte.

Gleich in unmittelbarer Nachbarschaft, schon zu DDR-Zeiten mit einem Naturschutz-Schild versehen, steht eine Kanadische Hemlocktanne. Der Baum dient dem US-Bundesstaat Pennsylvania als Wahrzeichen. Etwas versteckt im hinteren Teil des Parks findet sich eine Edelkastanie, auch Esskastanie genannt, die eigentlich im Mittelmeerraum beheimatet ist. Sichtbar wird das Bemühen der Gründerväter, den Schülern die Welt im Kleinen zu zeigen.

Bäume aus vieler Herren Länder wurden im kleinen Schulpark zusammengebracht, immer mit der Intention, dass die Schüler hier entspannte Pausen verbringen können, aber doch auch etwas lernen können. Das helle Grün der Kanadischen Hemlocktanne kontrastiert mit dem dunklen Grün einer riesigen Europäischen Eibe, die in der Mitte des Parks thront. Das stattliche Exemplar gehört zu den größten seiner Art in Döbeln und stammt aus den Anfangsjahren des Parks.

Fleischrote Rosskastanie während der Blüte

Als der Schulkomplex Mitte der 90er Jahre durch das Naturwissenschaftliche Gebäude, die Stadtsporthalle und den Mensarundbau erweitert wurde, fanden auch ganz in der Nähe des Schulparks Bauarbeiten statt. Eine große Magnolie, die den Park im vorderen Bereich geziert hatte, überlebte das nicht und ging ein. Über diesen herben Verlust hinweg tröstet die Pflanzung mehrerer Roteichen und einer Fleischroten Rosskastanie. Besonders die im Schulpark lebenden Eichhörnchen freuen sich über das gute Futterangebot, was mit den Eichen Einzug hielt. In Erinnerung an die alte Magnolie wurde ein neues Exemplar gepflanzt. Die Tulpenmagnolie, als Baum gezüchtet, ist eine Kreuzung der chinesischen Yulan-Magnolie und der ebenfalls aus Ostasien stammenden Purpur-Magnolie. Jetzt müssen wir nur noch 100 Jahre warten und die neue Magnolie ist dann bestimmt zu einem genauso stattlichen Exemplar wie ihre Vorgängerin herangewachsen.

In den letzten Jahren gab es, unterstützt durch den Förderverein des Gymnasiums, weitere Bemühungen, den Schulpark wieder zu einer Heimat besonderer Gehölze zu machen. Gepflanzt wurde zum Beispiel ein Taschentuchbaum, der in China seine Heimat hat. Der Name nimmt auf die großen weißen Hochblätter Bezug, die wie Taschentücher bzw. von weitem gesehen auch wie ein Schwarm weißer Tauben in den Ästen hängen.

Echte Walnuss mit Meisennistkasten

Ursprünglich aus China kommt auch der Blauglockenbaum. Ein Exemplar hat gleich neben der Mensa Einzug gehalten. Alle warten gespannt auf die ersten Blüten und drücken die Daumen, dass er, frostempfindlich besonders als junges Bäumchen, den Winter gut übersteht.

Neu im Schulpark ist auch ein kleiner Urwelt-Mammutbaum. Die wähnte man schon ausgestorben, als Botaniker 1941 noch einige Exemplare in einer chinesischen Bergregion fanden. Seitdem erfreut sich der Mammutbaum, der auch Chinesisches Rotholz genannt wird, weltweit in Parks und Gärten großer Beliebtheit. Um eine gelungene Mischung zwischen Laub- und Nadelbäumen im Park zu erreichen, pflanzen wir auch eine Atlas-Zeder. 2013 wurde dieser Baum, der in Nordafrika und Südeuropa beheimatet ist, auf die Liste der bedrohten Pflanzen aufgenommen. Insofern ist unsere kleine Aufforstaktion auch ein Beitrag zum Natur- und Artenschutz.

Die älteste Kanadische Hemlocktanne Döbelns im Schulpark steht unter Naturschutz.

Abgerundet wird die Palette der Neupflanzungen, die den Schulpark und das Schulgelände aufwerten, durch einen Judasbaum und eine Zaubernuss, einen Perückenstrauch, einen Korkflügelstrauch, Großblumiges Johanniskraut, Hibiskussträucher, Rhododendren, Azaleen, ein Mammutblatt und zahlreiche mehrjährige Stauden.

Von den Eichhörnchen, die sich im Schulpark tummeln, war ja schon die Rede. Auch an die Vögel haben wir gedacht und sechs hochwertige Nistkästen angebracht. Gebaut aus Holzbeton, heizen sie sich im Sommer nicht so auf und bieten im Winter Schutz vor der Kälte. Hoffen wir, dass diese Nisthilfen gut angenommen werden und zahlreiche Jungvögel im Park des Gymnasiums das Licht der Welt erblicken.

M. Höhme

Lageplan des Schulparks

  Baum/Gehölz Herkunft / Vorkommen Erläuterungen
1 Blauglockenbaum Zentral- und Westchina Das Holz ist leicht und trotzdem vergleichsweise stabil, weshalb es für Surfboards oder Tischtennisschläger verwendet wird. Der Baum gilt in Japan, China und Korea als Symbol für Fruchtbarkeit und Glück.
2 Blaue Atlaszeder

Nordafrika / Südeuropa Im Mittelalter wurde ihr Holz für Sakral- und Repräsentationsbauten genutzt. Zedernholz bzw. Zedernöl verströmt einen angenehm herben Duft, der von Parfümherstellern in aller Welt geschätzt wird. Sie wurde im Jahr 2013 in die Rote Liste gefährdeter Pflanzenarten aufgenommen.
3 Amerikanischer Blumen-Hartriegel Nordamerika Im Frühling bildet der hochwachsende Strauch weiße Hochblätter (Brakteen), die wie ein filigranes Blütenmeer anmuten.
4 Koyoten-Weide Nordamerika Die Weide ist sehr trockenresistent und eignet sich als Pioniergehölz und zur Befestigung von Dünen und sandigen Arealen.
5 Feldahorn weite Teile Europas, Westasien und Nordwestafrika Der Feldahorn hat im Unterschied zu den beiden anderen Ahornarten gebuchtete Blätter. Es gibt keine Spitzen oder gesägte Ränder. Früher galt er als Speisebaum, die Blätter wurden wie Sauerkraut gegessen und auch als Viehfutter benutzt.
6 Edelkastanie, auch Esskastanie Mittelmeerraum sowie die nördlich angrenzenden Gebiete Ihre Früchte sind als Maronen bekannt und waren in den Bergregionen Südeuropas viele Jahrhunderte ein Hauptnahrungsmittel.
7 Zaubernuss 'Angelly' östliches Nordamerika / östliches Asien Die Zaubernuss ist eine der wenigen Arten, die im Winter blühen. Sie wird als Heilpflanze genutzt. Die gewonnenen Arzneidrogen weisen eine blutstillende, entzündungshemmende und Juckreiz stillende Wirkung auf.
8 Spitzahorn weite Teile Europas, Westasien und Nordwestafrika Der Feldahorn hat im Unterschied zu den beiden anderen Ahornarten gebuchtete Blätter. Es gibt keine Spitzen oder gesägte Ränder. Früher galt er als Speisebaum, die Blätter wurden wie Sauerkraut gegessen und auch als Viehfutter benutzt.
9 Gewöhnlicher Judasbaum Südeuropa/ Vorderasien Angeblich soll sich der Apostel Judas Iskariot an einem Baum dieser Gattung erhängt haben, nachdem er Jesus verraten hatte.
10 Europäische Eibe von den Azoren, Nordwestafrika über Europa, Kleinasien bis in den Kaukasus und den Nordiran Die Eibe ist zweihäusig, das heißt es gibt männliche und weibliche Pflanzen. Fast alle Teile der Eibe enthalten das giftige Taxin.
11 Fleischrote Rosskastanie Ziergehölz in Gärten und Parks Ist eine Hybride aus der von der Balkanhalbinsel stammenden Gewöhnlichen Rosskastanie und der nordamerikanischen Roten Rosskastanie.
12 Ginkgo China / heute weltweit verbreitet Goethe schrieb ein Gedicht über den Baum und machte ihn so in Deutschland berühmt. Zur modernen Mythenbildung trug die Geschichte des Tempelbaumes in Hiroshima bei, der bei der Atombombenexplosion 1945 in Flammen aufging, aber im selben Jahr wieder austrieb und weiterlebte.
13 Echte Walnuss Orient, über Griechenland und das Römische Reich nach Mitteleuropa Nüsse gelten allgemein als Symbol der Fruchtbarkeit. Die Walnuss spielte in den römischen Hochzeitsbräuchen eine wichtige Rolle. Der Bräutigam warf diese unter Gäste und Zuschauer. Ein heller Klang beim Aufprall sollte eine glückliche Ehe vorhersagen.
14 Schwarzkiefer Mittelmeerländer Südeuropas, Kleinasiens und des westlichen Nordafrikas, weltweit als Parkbaum beliebt Wegen ihres hohen Harzgehaltes spielte sie eine wichtige Rolle in der Pecherei. Das Holz wird, da es nicht knarrt, unter anderem zu Bühnenböden verarbeitet.
15 Urwelt-Mammutbaum, auch Chinesisches Rotholz China, seit seiner Entdeckung weltweit in Parks und Gärten Er wurde erst im Jahre 1941 in einer unzugänglichen Bergregion Chinas wiederentdeckt und war zuvor nur durch Fossilienfunde bekannt.
16 Birken-Pappel Nordchina, Mongolei Das Holz der Birken-Pappel wird häufig genutzt. Die Art gilt auch als Bienennährpflanze. Häufig in Auen oder auch Uferwäldern anzutreffen.
17 Gemeine Hasel, auch Haselnussstrauch Europa/Kleinasien, in Mitteleuropa sehr häufig Die Hasel ist ein Symbol für Lebens- und Liebesfruchtbarkeit, Unsterblichkeit, Frühling und Glück. Der weltweit größte Produzent von Haselnüssen ist die Türkei.
18 Kanadische Hemlocktanne Nordamerika, 1730 nach Europa eingeführt Sie dient dem US-Bundesstaat Pennsylvania als Wahrzeichen. Das Holz wird in ihrer Heimat als Bau- und Konstruktionsholz verwendet. In Mitteleuropa wird sie als Zierbaum gepflanzt.
19 Winterlinde über Europa hinaus bis ins Kaukasusgebiet und bis Westsibirien Linden werden häufig sehr alt - der Volksmund behauptet, dass sie „dreihundert Jahre kommen, dreihundert Jahre stehen und dreihundert Jahre vergehen“. Die Hauptnutzung des Lindenholzes liegt in der Bildhauerei, der Schnitzerei und Drechslerei.
20 Roteiche, auch Amerikanische Spitzeiche Nordamerika Sie ist der offizielle Staatsbaum des US-Bundesstaates New Jersey. Roteichen werden als Brandschutzriegel in vielen Nadelwäldern angepflanzt, da ihre säurehaltigen und schlecht zersetzbaren Laubblätter weitere Vegetation behindern.