Traditions- und Förderverein e.V.

Vereinsgeschichte

Vereinsgeschichte

Der heutige "Traditions- und Förderverein Lessing-Gymnasium Döbeln" e.V. blickt auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurück. 1894 gegründet, 1945 verboten und 1991 wiederbelebt, ist der Verein heute unverzichtbarer Bestandteil des Döbelner Gymnasiums.

2015

Schulmuseum – neue Standort, neues Konzept: Im Rahmen der Sanierung des Hauptgebäudes bekam das Museum eine neue Räumlichkeit im Nordflügel zugewiesen. Hier wird nun Stück für Stück eine neue Museumskonzeption verwirklicht. Durch eine großzügige Spende konnten vier große Ausstellungstafeln angeschafft werden, auf denen man die Chronologie der Schulgeschichte nachlesen kann. Einzelne Spender und der Verein unterstützten die Anschaffung eines Lessing-Büste für das Foyer der Schule.

2012

Zwei Goldene Stiefel: Unzählige Artikel zur Döbelner Stadtgeschichte veröffentlichte VF Gerhard Heruth in der Mitgliederinformation des Vereins. Seine Artikel, auf der Webseite http://www.doebeln-entdecken.de abrufbar, sind eine regionalgeschichtliche Fundgrube. VFin Katrin Niekrawietz erhielt den „Goldenen Stiefel“ für die Organisation des „Laufs mit Herz“. Jedes Jahr im Frühling laufen auch viele Mitglieder des Vereins zugunsten des Dresdner Sonnenstrahl e.V., der krebskranke Kinder und deren Familien unterstützt.

 

2011

20. Geburtstag: Verschiedene Festredner erinnern an die wechselvolle Geschichte des Vereins und heben seine Bedeutung für die Schule hervor.

 

2010

Nachdenken über das Denkmal: 16 Jahre nach seiner Errichtung beschließt die Mitgliederversammlung, das neue Denkmal zu sanieren und die missverständlichen Jahreszahlen zu entfernen.

 

2009 / 2012

Vereinsmitglieder in biblischem Alter: VF Dr. Otto Drechsler (Abiturjahrgang 1929) feierte 2009 seinen 100. Geburtstag. 2012 konnten wir VFin Liselotte Gennrich (Abiturjahrgang 1930) zum 100. gratulieren. Diamantenes Abitur: Immer mehr „goldene“ Abiturienten fragten 50 Jahre nach ihrem Schulabschluss: Und wie geht es jetzt weiter? 2009 wurde erstmal das „Diamantene Abitur“ verliehen. 60 Jahre nach dem Schulabschluss treffen sich die Absolventen des Gymnasiums und erinnern sich gemeinsam an ihre Schulzeit.

2009

Jahrbuchtradition wiederbelebt: Erstmals seit 1941 gibt die Schule wieder ein Jahrbuch heraus. Es enthält einen Rückblick auf die letzten beiden Schuljahre. Aller zwei Jahre erscheint seitdem ein Jahrbuch.

 

2008

Schultradition neu belebt: Der Verein präsentiert eine neue, von Kunstlehrer Claus Vejrazka entworfene Lessing-Medaille, bei der behutsam Schul- und Medaillengeschichte des Gymnasiums eingearbeitet wurden.

Lessing-Medaille (Vorderseite) Lessing-Medaille (Rückseite)

2006

15. Vereinsgeburtstag:
Im Beisein von Döbelns Bürgermeister und VF Axel Buschmann fand im „Döbelner Haus“ ein festlicher Akt statt. Für seine langjährigen Verdienste wurde VF Hermann Schneider zum Ehrenvorsitzenden des Vereins berufen.

 

2003

Schülerförderung wird aufgewertet: In einer Satzungsänderung beschließt die Mitgliederversammlung, dass nunmehr 70% des Beitragsaufkommens dem Schülerförderfond zugutekommen sollen.

Goldenes Abitur: Der Abiturjahrgang 1953 führt eine neue Schul- und Vereinstradition ein. 50 Jahre nach dem Empfang des Reifezeugnisses lädt die Schule ihre Absolventen zu einer Festveranstaltung ein.

 

2001

Eröffnung des Schul- und Vereinsmuseums: Im Keller des Hauptgebäudes werden erstmals Exponate und Dokumentationen zur Geschichte des Gymnasiums in einer Dauerausstellung zusammenfasst. Das Schulmuseum findet großen Anklang bei Klassen- oder Jahrgangstreffen.

Der Verein spendet 200.-DM für den Döbelner Stiefelbrunnen.

 

2000

Erste Ausstellung zur Schulgeschichte: Vereinsarchivar Hermann Schneider gestaltet im Rahmen von Projekttagen eine Ausstellung zum Thema „Die wechselvolle Geschichte des Döbelner Gymnasiums von 1869 bis 2000“. Sie wird im Döbelner Stadtmuseum gezeigt und findet großen Zuspruch.

 

1999

Traditionen pflegen, Schüler fördern: In der Jahreshauptversammlung wird eine neue Satzung beschlossen. Der Verein öffnet sich für Nichtschüler und Förderer, die bisher nur dem Förderkreis beitreten konnten. Der neue Name „Traditions- und Förderverein Lessing-Gymnasium Döbeln“ e.V. verdeutlicht, dass die Vereinsarbeit der Traditionspflege und gleichzeitig der heutigen Schülerschaft gewidmet sein soll.

 

1998

Eröffnung der Schulbibliothek: Die Stadt Döbeln finanziert Regale und Computer. Viele Ehemalige unterstützen die Schule mit Bücherspenden.

Verein bekommt Homepage:
Förderkreismitglied Matthias Müller, stellv. Schulleiter, erstellt die erste Internetpräsentation des Vereins. Die sechzehnseitige Mitgliederinformation wird im Layout immer professioneller und ist für viele Ehemalige der „heiße Draht“ zur alten Schulstadt.

1. Mitgliederinformation 1991 47. Mitgliederinformation 2014

1996

Neuer Vorsitzender, neue Impulse: Reinhard Zerge, Geschäftsführer der Stadtwerke Döbeln, wird zum 1. Vorsitzenden des Vereins gewählt

 

1994

125. Schulgeburtstag: Die Schule begeht mit einer Festwoche ihr Jubiläum. Es wird eine Festschrift herausgegeben, die 12. Klassen zeigen im Theater Ausschnitte aus Lessings Werken und am Abend findet ein Ehemaligentreffen statt. Besonderer Höhepunkt ist die Einweihung des neuen Denkmals, dessen Inschrift in der Folge sehr umstritten ist. Kritiker monieren, dass die Jahreszahlen unter der Inschrift (1933-1989) eine unzulässige Gleichsetzung des NS-Regimes mit der DDR nahelegen würden.

Haupteingang während der Feiern zum 125. Schuljubiläum Neues Denkmal

seit 1992

Lebendige Vereinstätigkeit – Mitgliederzahl wächst: Regelmäßige Frühlingswanderungen, Reisevorträge, Literatur- und Bowlingabende tragen dazu bei, dass der Verein schnell an Profil gewinnt. Die Mitgliederzahl wächst auf 280. Jährlich finden immer im Herbst Vereinstreffen statt. Diese werden auch genutzt, um Spendengelder für das neue Denkmal zu sammeln.

Frühlingswanderung mit Dr. Schiefer 1993 Literaturabend mit VF Schneider 2010 Reisevortrag mit VF Kindermann 2007 Bowlingsabend 2008

05./06. Oktober 1991

Zusammenkunft mit weitreichenden Beschlüssen: Das 1. Treffen des neuen Vereins findet mit 260 Teilnehmern in Döbeln statt. Es wird beschlossen, ein neues Denkmal zu errichten, das an die Opfer von Willkür, Diktatur und Krieg erinnern soll. Zudem werden ein Förderkreis und ein Vereinsarchiv ins Leben gerufen. Im Dezember soll für die 175 Mitglieder eine erste Vereinszeitung erscheinen.

 

14. März 1991

Neugründung nach Jahrzehnten des Verbots: Am 14. März 1991 wird im Zeichensaal der Schule der Verein "Ehemalige Realgymnasiasten und Lessing-Oberschüler Döbeln" e.V. gegründet. 32 Gründungsmitglieder wählen einen Vorstand und beschließen die erste Satzung. Dr. Peter Schmidt wird zum 1. Vorsitzenden gewählt.

Gründungssitzung im Zeichensaal der Lessing-EOS. Mitgliedsausweis

1978

Ausverkauf der Schulbibliothek: Bibliophile Kostbarkeiten aus dem Bestand der Bibliothek des Königlichen Realgymnasiums werden an Antiquariate verkauft oder entsorgt.

16.04.1977

Traditionspflege im Dienste der Ideologie: Anlässlich der 9. Wissenschaftstage an der Erweiterten Lessing-Oberschule findet die Übergabe des Heinrich-Greif-Ehrenhaines auf dem Schulgelände statt. Der 1946 verstorbene kommunistische Schauspieler besuchte vor Jahrzehnten die Bildungseinrichtung.

 

1970-90

Döbelner Schultreffen fern der alten Heimat: Die Zusammenkünfte finden erst abwechselnd in Dortmund und Frankfurt bzw. Wiesbaden statt, dann 1984 in Bamberg, 1986 in Göttingen und 1988 in Nürnberg. Organisiert werden sie von Hans Scheunpflug (Abiturjahrgang 1933) und Horst Wagner (Abiturjahrgang 1929). Immer wieder nehmen nun Schulfreunde aus der DDR an den Treffen teil, die als Rentner in die BRD reisen können. Sie werden mit Reisebeihilfen unterstützt. Beim letzten Treffen auf dem Gebiet der westlichen Bundesländer am 06.10.1990 wird eine Grußadresse der Lessing-Schule Döbeln verlesen, in dem die Verbundenheit mit den Ehemaligen Schülern zum Ausdruck gebracht wird. Es wird einstimmig der Beschluss gefasst, das nächste Treffen in Döbeln zu organisieren.

 

1969

Feiern zum 100-jährigen Schuljubiläum: Eine offizielle Festveranstaltung findet parallel zum 20. Geburtstag der DDR im Kreiskulturhaus Döbeln statt. Es wird eine Gedenkmedaille geprägt und eine Festschrift herausgegeben. Diese wird nicht ausgeliefert, weil sich im Vorwort eine ideologische Unkorrektheit eingeschlichen hatte. Der Schirmherr der Hundertjahrfeier hatte hier ausgeführt, dass an der Schule „die junge sozialistische Intelligenz erzogen [würde], die in den kommenden Jahrzehnten die Führung in unserem sozialistischen Staat übernehmen wird“. Mit einer solchen Aussage konnten die SED-Funktionäre im Arbeiter- und Bauernstaat DDR nicht leben.

Erinnerungsmedaille (Vorderseite) Festschrift zum 100. Schuljubiläum Erinnerungsmedaille (Rückseite)

In der BRD feiern ungefähr 400 Döbelner Realgymnasiasten und Landwirtschaftsschüler das runde Schuljubiläum in Frankfurt/Main im "Palmengarten". Auch hier wird eine Festschrift herausgegeben. Sie enthält ein Verzeichnis aller an der Doppelanstalt tätig gewesenen Lehrkräfte sowie alle ehemaligen Schüler der Abiturientenjahrgänge 1905 bis 1948.

Programm 100jähriges Döbelner Schuljubiläum Döbelner Schultreffen im Frankfurter Palmengarten

1952-1968

Unterschiedliche Positionen zur Traditionspflege: Nach der Gründung zweier deutscher Staaten sind offizielle Schultreffen Ehemaliger nur noch auf dem Gebiet Westdeutschlands möglich. In der Zeit von 1952 bis 1968 organisieren Absolventen des Abiturjahrganges 1929 diese Zusammenkünfte. Diese finden u.a. in Dortmund und Düsseldorf (z.B. 1961 siehe Foto) statt.

 

1939-45

Abbruch einer langen Tradition: Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges kommt die Vereinstätigkeit zum Erliegen. Der Verein hat 1945 noch 500 Mitglieder. Er wird von der sowjetischen Militäradministration aufgelöst.

1924-39

Spenden werden in Stiftung gebündelt: Aller fünf Jahre (1924, 1929, 1934, 1939) lädt der Verein zu Jubiläumsfeiern ein. Es werden ansehnliche Summen gesammelt, die den Grundstock für eine ins Leben gerufene Hermann-Schmidt-Stiftung bilden. Aus dieser werden zusätzliche Lehrmittel für die Doppelanstalt und Stipendien für abgehenden Schüler finanziert.

05. / 06.06.1919

Festkarte zum 50. Schuljubiläum

50. Schulgeburtstag mit Denkmalsweihe: Die Feierlichkeiten zum Schuljubiläum sind ereignisreich: Schüleraufführung von Goethes „Götz von Berlichingen“ im Stadttheater, Schauturnen auf dem Schulgelände, Festveranstaltung im großen Saal des Staupitzbades, Herausgabe einer Festschrift und einer Erinnerungsmedaille.

Höhepunkt ist die Einweihung des aus Spendengeldern der Vereinsmitglieder finanzierten Denkmals für die während des 1. Weltkrieges gefallenen Schüler und Lehrer. Prof. Oswin Hempel, ehemaliger Schüler, nun Architekt und Hochschullehrer an der TU Dresden, entwirft das Gefallenendenkmal, das als einziges dieser Art in Döbeln erhalten geblieben ist.

 
Einweihung des Gefallenendenkmals Erinnerungsmedaille (Vorderseite) Erinnerungsmedaille (Rückseite) Absolvententreffen im Ratskeller

1914-1917

Während des Ersten Weltkrieges kommt das Vereinsleben zum Erliegen. Fast 200 ehemalige Schüler fielen dem Krieg zum Opfer.

1912

Der Verein stiftet für den Ratskellersaal des neuerbauten Döbelner Rathauses ein prächtiges Fenster.

18./19.09.1909

Vereinsgründung: Anlässlich des vierzigjährigen Schuljubiläums wird die "Freie Vereinigung" in den "Verein ehemaliger Realgymnasiasten und Landwirtschaftsschüler" umgewandelt. Dieser zählt 250 Mitglieder, unterstützt bedürftige Schüler und organisiert jährlich größere Treffen. Erster Vorsitzender war Hermann Schmidt, sein Stellvertreter und Kassierer Buchhändler Krebs, später Zigarrenfabrikant Reimer und Schriftführer Gutsbesitzer Wetzig-Miera.

Der 40. Schulgeburtstag wird gebührend gefeiert. Schüler führen Szenen aus Schillers „Wallensteins Tod“ im Stadttheater auf und im Saal des Hotels „Goldene Sonne“ findet eine Festveranstaltung statt.

 

1894

Ehemalige Schüler organisieren sich: Zum 25. Jahrestag der Schulgründung wurde eine Erinnerungsmedaille geprägt und es entsteht die "Freie Vereinigung ehemaliger Schüler", die 1899 und 1904 erste größere Treffen organisiert und ca. 150 Mitglieder vereint. Initiatoren der der „Freien Vereinigung“ sind der Buchhändler Hermann Schmidt (Döbeln), der Fabrikbesitzer Alfred Richter (Döbeln) und Hofrat Prof. Dr. Thiergen, der Erzieher der königlichen Prinzen am Dresdener Hof.

In Dresden, Leipzig und Frankfurt a.M. bestehen Stammtische ehemaliger Schüler, die sich der neuen Vereinigung anschließen.

Einladung zum 25. Schuljubiläum Erinnerungsmedaille (Vorderseite) Erinnerungsmedaille (Rückseite) Prämie für Fleiß und Wohlverhalten