Traditions- und Förderverein e.V.

Schulmuseum

Als Schüler noch hinter Gitter kamen

Das Schulmuseum des Lessing-Gymnasiums birgt auch kuriose Exponate.

Carl Schlichthorn muss ein sehr energischer Mann gewesen zu sein. Vor 100 Jahren war er Hausmeister an der damaligen Königlichen Realschule 1. Ordnung mit landwirtschaftlicher Abteilung. Sein Spitzname „Der Knochen“ sagt etwas über ihn aus. Dass sich die Nachwelt an ihn erinnert, ist ein paar schlichten Heften zu verdanken. Die liegen in einer Vitrine des Schulmuseums des heutigen Lessing-Gymnasiums, vollgeschrieben mit schwer leserlicher Bleistiftschrift und Karikaturen von Lehrern – und eben jenem Hausmeister. Es sind die geistigen Ergüsse von Schülern, die Langeweile hatten und nicht zu den braven ihrer Zeit gehörten. Carl Schlichthorn war dafür zuständig, dass sie mittwochs am Nachmittag ihre Strafe im Karzer der Schule abbrummten, in einem schlichten Raum im Keller gleich neben der Wohnung des Hausmeisters. Schlichthorn bekam pro Stunde 25 Pfennig Schließgeld von den Arrestanten.

Fachleiterin Katrin Niekrawietz und Schulleiter Michael Höhme an einer alten Schulbank, auf der das erste Klassenbuch der Königlichen Realschule liegt. Es stammt aus dem Jahr 1869. Fotos: André Braun


Die Geschichte der Karzerbücher hat Hermann Schneider aufgeschrieben, der bis 1991 an der Schule als Lehrer arbeitete. Er ist der Gründer des Schulmuseums mit einer ansehnlichen Sammlung von Artefakten aus mehr als 140 Jahren Schulgeschichte. Auch ehemalige Schüler und Lehrer haben Stücke zur Verfügung gestellt. Bei der Sanierung des Hauptgebäudes ist ein neuer Raum fürs Schulmuseum abgefallen.
Das Museum ist jetzt fast fertig eingerichtet. Pennälermützen liegen da: rote für die Realgymnasiasten, grüne für die Landwirtschaftsschüler. Schulbücher, teilweise von den Lehrern der Schule verfasst, stehen in Regalen. Dazu alte Unterrichtsmittel und moderne, die auch schon wieder antik sind: die ersten Robotron-Computer aus den 1980er Jahren. Ein Modell zeigt das sogenannte Kunstgebäude. Es ist ein Nachbau des Originals, mit dem Schüler 1910 bei der Weltausstellung in Brüssel eine Goldmedaille einheimsten.
Altes und Neues prallen hier aufeinander. Auf einem Bildschirm lassen sich bewegte Bilder abspielen. Die Film-AG der Schule hat ehemalige Schüler interviewt. Der Arzt Christian Wolf gehört dazu. Und Reinhard Zerge, ehemaliger Stadtwerkechef und Vorsitzender des Fördervereins.


Seit 1869 gibt es das Gymnasium in Döbeln. Die ersten 91 Schüler und fünf Lehrer zogen noch in die Schloßbergschule ein. Erst zwei Jahre später war der heutige Schulbau an der Straße des Friedens fertig. Das erste Klassenbuch der Königlichen Realschule ist erhalten. Mit Namen, die heute kaum einer kennt. Georg Görne aus Oberranschütz war einer der ersten Schüler. Hinter jedem Namen steht eine Beurteilung. Die handschriftlichen Eintragungen sind heute nur schwer zu entziffern. „Da müsste man sich erst reinlesen“, sagte Katrin Niekrawietz.
Die Fachleiterin für Gesellschaftswissenschaften und Schulleiter Michael Höhme stecken hinter dem Konzept für die Neugestaltung. Dabei folgten sie durchaus den Vorlieben der Besucher. „Alle wollen Bilder von Lehrern sehen. Wir haben das ausprobiert und die Bilder in eine Ecke gestellt. Alle stürzen dorthin“, erzählt Katrin Niekrawietz. Und so hängen im Museum Schautafeln mit den Fotos ehemaliger und aktiver Lehrer. Manche waren 30 Jahre und länger dabei, andere mindestens 20 oder zehn Jahre. Etliche fehlen aber. „Seit 1945 hat es viel mehr Lehrer an der Schule gegeben. Aber manche waren nur wenige Jahre da. Ehemalige Schüler sind dann irritiert, wenn sie die nicht finden“, erklärte Katrin Niekrawietz.
Bei Klassen- und Jahrgangstreffen und den Feiern zum Goldenen Abitur ist das Schulmuseum erste Anlaufstelle. Eine Spenderin hatte mit einer größeren Summe den Aufbau des neuen Schulmuseums unterstützt. Damit waren unter anderem die Schautafeln mit der Schulgeschichte finanziert worden. Die Auswahl der Ereignisse seit 1869 sei das Schwierigste dabei gewesen, sagt die Lehrerin.
Wie zur Bestätigung kommt Schulleiter Michael Höhme mit Gästen zur Tür herein. Linda und Mike Zaugg kommen aus Seattle, USA. Und sie sind nicht zum ersten Mal da. 1993 hatte das Lessing-Gymnasium eine, mittlerweile eingestellte Schulpartnerschaft mit der Seattle Preparatory School begonnen. Höhme kann den Gästen den Eintrag auf der Chronik-Tafel zeigen. „Da haben wir doch die richtige Auswahl getroffen“, meint er.

Döbelner Anzeiger
Jens Hoyer
17.11.2016

Eine historische Fundgrube

Schulmuseum ist voll von Schätzen

Im Keller des Lessing-Gymnasiums befindet sich eine wahre Fundgrube. Erinnerungen an Schulzeiten, die bis 1869 zurückreichen, wurden im Schulmuseum liebevoll archiviert und finden sowohl bei Ehemaligen wie bei jetzigen Schülern reges Interesse.

Prüfungsdokumente, Fotos, Klassenbücher, Teile von Schuluniformen oder Stundenpläne aus drei verschiedenen Jahrhunderten: Solch eine historische Sammlung können nicht viele Schulen aufweisen.

Das Schulmuseum erhielt im sanierten Hauptgebäude ein neues Domizil. Die Ausstellung wird nun Stück für Stück überarbeitet und aktualisiert.


"Wir haben sogar das erste Klassenbuch von 1869 noch da", erzählt Katrin Niekrawietz, Leiterin des Schulmuseums, stolz. Die meisten Dokumente der Schulgeschichte sind private Schenkungen. "Viele Ehemalige sind im Förderverein des Gymnasiums tätig und haben somit engen Kontakt zur Schule. Sie trennen sich gern von ihren Erinnerungsstücken, denn sie wissen, dass diese bei uns gut aufgehoben sind", schätzt sie sich glücklich.

In der AG Schulmuseum, die Katrin Niekrawietz leitet, haben Schüler die Möglichkeit, sich intensiv mit Quellen der Schulgeschichte auseinanderzusetzen.


Dass es zu einer so reichhaltigen Sammlung kam, liegt an Hermann Schneider. Er war selbst Schüler und später Lehrer am Lessing-Gymnasium und begann Anfang der neunziger Jahre mit dem Sammeln von Dokumenten. Vor zwei Jahren übergab er alles dem Schulmuseum, das nun zu diversen Klassen- oder Ehemaligentreffen rege besucht wird.

Geschichte(n) aus dem Schulmuseum

Beim Betreten des Foyers unseres Schulhauptgebäudes begrüßt uns sofort, linkerhand und kaum zu übersehen der Namensgeber unserer Schule, Gotthold Ephraim Lessing, mit den Worten: „Ohne die Geschichte bleibt man ein unerfahrenes Kind." Bei diesen Worten denkt dieser mutige Mann und Kämpfer für Recht und Gerechtigkeit wohl kaum an den heutigen Geschichtsunterricht, sondern sicherlich viel mehr an die oft konfliktreichen und bitteren Ereignisse seiner Zeit, aus denen er Lehren für seine Gegenwart zu ziehen versuchte.

Sensationell gut erhalten - das erste Klassenbuch der Schule aus dem Gründungsjahr 1869.


Es ist zu hoffen, dass Schüler unserer Tage beim Vorübergehen diese Worte lesen und darüber nachdenken. In 140 Jahren Oberschul- und Gymnasialzeit hat sich viel, sehr viel ereignet und es ist somit, wenn auch im Kleinen, Geschichte geschrieben worden. Viele „Ehemalige" haben dazu beigetragen, was hier am Beispiel unseres Schulmuseums gezeigt werden soll.

Im Frühjahr 1909 hatte sich der „Verein Döbelner Realgymnasiasten und Landwirtschaftsschüler" gegründet, der dann in der sowjetischen Besatzungszone und später in der DDR nicht mehr zugelassen wurde. Erst am 14. März 1991 konnte im ehemaligen Zeichensaal, der späteren Bibliothek, die Neugründung des Vereins für unsere Schule stattfinden. In den alten Bundesländern hatten die „Döbelner Ehemaligen" die Tradition des Vereins ununterbrochen fortgeführt.

In unserem neu gewählten Vorstand wurde ich mit der Aufgabe betraut, alle brauchbaren und vor allem nützlichen Dokumente der Schul- und Vereinsgeschichte zu sammeln und zu bewahren. Ich habe diese Aufgabe gern übernommen, sie kam mir sogar nach meinem Übergang in den Ruhestand (September 1991) sehr entgegen, denn erstens fühlte ich mich weiterhin mit dem Geschehen der Schule verbunden, zweitens kannten mich viele „Ehemalige", die sehr bald von unserem Vorhaben hörten. Drittens sollten alle „Neukömmlinge" erfahren, was sich in weit über 100 Jahren geschichtlich Wesentliches und schulisch Interessantes abgespielt hatte.

Eine von vielen Schautafeln im Schul- und Vereinsmuseum, die 140 Jahre Schulgeschichte dokumentieren.


Allerdings standen begreiflicherweise zunächst nur wenige Zeitdokumente und ein kleiner Versammlungsraum für den Vorstand zur Verfügung. Notdürftig konnte ich in zwei Schränken, die uns Vereinsfreund Hans-Friedrich Seidel (gest. 2007) überließ, die vorhandenen Papiere, Fotos und Schriftstücke unterbringen. Das war unser „Startkapital". Platz hierfür fanden wir in einem der ehemaligen Kellerräume des Hauptgebäudes. Damit war eine bescheidene Grundlage für das, was werden sollte, gegeben.

Es sprach sich relativ schnell herum, was wir vorhatten. Ich wandte mich mit der Bitte um Unterstützung an ältere Schüler und Bekannte und war über deren Anteilnahme sehr überrascht. Eine Fülle von Material kam auf mich zu, so dass schon bald in den folgenden Jahren daran gedacht werden musste, andere Räumlichkeiten in unserem Schulgebäude in Betracht zu ziehen, was dank der Hilfe von Schulleiter Konrad Kindermann auch gelang. Wir einigten uns auf einen Raum in den „Katakomben" im Südteil des Kellerganges, der viele Jahre als Kohlenkeller gedient hatte.

Mit viel Zeitaufwand, aber großer Begeisterung war schon in den Jahren 1979/80 eine Klasse darangegangen, den vernachlässigten Raum für Feiern, Klassen- oder FDJ-Treffen wieder herzurichten. Manche Schüler werden sich gewiss an diese Zeit erinnern. Bevor wir einziehen konnten, diente dieser Raum allerdings noch als Probenraum für die Band, die dann bald in die unteren Räume des Laboratoriums umzog. Unter tatkräftiger Mithilfe von Gerhard Heruth konnte unser Mobiliar und der inzwischen angewachsene „Fundus" in die neue Wirkungsstätte befördert werden. Zunächst schienen die vorhandenen Heizungsrohre das uns vorschwebende Bild eines Museums zu stören, was aber nicht der Fall war, weil diese geschickt in die Ausgestaltung einbezogen wurden. Natürlich musste der gesamte Raum neu gestrichen, neue Ausrüstungsgegenstände (Glasschränke, Tische u.a.) gekauft werden. Durch diese intensive Arbeit, auch von inzwischen beteiligten Schülern, und der Zunahme an Ausstellungsstücken war mit dem „Schulmuseum" nun eine neue Qualität des ehemaligen Archivs erreicht.

Juli 2000: Hermann Schneider mit acht Schülerinnen und Schülern der Klasse 10 beim Vorbereiten der Ausstellung „Geschichte des Döbelner Gymnasiums".


In dieser Zeit wurde auch der Dachboden des Hauptgebäudes entrümpelt. Dort fanden sich neben alten Abiturunterlagen auch Folianten aus der Gründungszeit der Schule. Wir waren schon überrascht, als wir plötzlich den ersten Band der Schule aus dem Jahr 1869 in den Händen hielten, in dem natürlich auch die Namen der ersten Schüler zu lesen waren. Das war eine sensationeller Neuzugang, ist heute noch ein absolutes Vorzeigeexemplar und wiederum eine „echte" Geschichte.

Weitere Bände, in die wir uns zunächst vertieften, waren Berichte über Klassentreffen, eine Vielzahl der Jahresberichte, sowie alle Ausgaben der Mitgliederinformationen des Vereins. Exemplare der Schülerzeitung „Wanze" fanden ebenso Platz in unserem kleinen, aber, wie sich zeigte, bald beliebten und gern besuchten Schulmuseum. Wir erfuhren von Streichen und ,,Feuerzangenbowle"-Vorkommnissen längst vergangener Jahre, aber in der Mehrzahl von beachtlichen Leistungen.

Frau Christa Zieger (Abi 1940) stellte uns ein gut erhaltenes Foto mit ebenso gut erhaltenem Rahmen aus dem Jahre 1910 zur Verfügung, auf dem ihr Vater Walter zu sehen ist. Nach ihrem Großvater (1922 gest.) ist die Dr. Zieger-Straße in Döbeln benannt. Außerdem zieren ebenfalls von ihr überreichte Stundenpläne des 19. Jahrhunderts das Museum, in denen u.a. festgelegt war, zu welchen Zeiten am Sonnabendnachmittag Nachsitzen angezeigt war und welche Lehrer die Aufsicht zu übernehmen hatten. Das weist schon fast auf die Karzerstunden hin, die es ja auch gab. Insgesamt existierten vier Karzerhefte, zwei sind mit recht humorvollen Eintragungen erhalten geblieben. Das Gesangbuch der Studenten „Gaudeamus igitur" ist ebenfalls vorhanden. Auch die Gedenkmedaillen, die die Schule aus Anlass ihrer Feste herausgebracht hat, kann man bestaunen.

Ehemalige Schüler mit Spitzenleistungen in Wissenschaft, Kunst und Kultur werden im Museum vorgestellt.


Besonders erwähnen möchte ich zwei andere Museumsstücke, auf die bei Rundgängen immer wieder hingewiesen wird. Das eine schildert das Schicksal des Lehrers Walter Kalau (Verfasser der Schrift „100 Jahre Staatsrealgymnasium mit höherer Landwirtschaftsschule", die 1940 auslief.), das für viele seiner Kollegen steht, die im Herbst 1945 wegen Mitgliedschaft in der NSDAP fristlos und ohne weitere Ansprüche entlassen wurden. Das andere ist eine Seite von und über meinen Klassenkameraden Hans Weitzmann (gest. 2007), der wie die Mehrzahl der damals betroffenen Klassen am 30.August 1943 zum „Hilfseinsatz der deutschen Jugend in der Luftwaffe" (als sogenannte Luftwaffenhelfer) abkommandiert wurde.

In den beiden neuen Glasschränken werden die „Spitzen" unserer ehemaligen Schüler gewürdigt. Ganz obenan muss Prof. Dr. Dr. h.c. Rudolf Müller (Abi 1923) stehen, der Miterfinder der Siliconchemie. Er nahm noch 1994 an der 125-Jahr-Feier der Schule teil. Weiterhin ist Dr. Gerhard Qietzsch (Abi 1935) zu nennen, der sich auch schriftstellerisch betätigt hat. Bücher von ihm (Wegmale, Wir flogen in silberne Weiten, Neue Fabeln) sind im Museum zu finden.

Im zweiten Glasschrank sind zu finden: Prof. Dr. Jürgen Teller (Abi 1949, verspätete Heimkehr nach Kriegsgefangenschaft, eine Zeit lang Assistent bei Prof. Ernst Bloch; sein Buch „Hoffnung und Gefahr" ist ebenfalls vorhanden), Fritz Mie-rau (Abi 1952, weithin anerkannter und geehrter Slawist, Bücher „Mein russisches Jahrhundert" und andere), Dr. Wolfgang Gaitzsch (Abi 1968, hat als Archäologe mehrere Jahre in Pergamon gearbeitet und Schriften über archäologische Funde veröffentlicht).

Dank gebührt auch Werner Braun, der uns ein Foto aus der Frühzeit der Fotografie überlassen hat, das uns das Richtfest des künftigen Schulgebäudes aus dem Jahr 1870 zeigt. Im Vorjahr konnte, dank der Initiative Klaus Eckerts, eine größere Tafel über Dr. Helmut Hanschmann (Abi 1953, gest. 2007) angebracht werden, die uns zum einen den Sportler Hanschmann (Meister des Sports für seine Leistungen im Tischtennis) würdigt, zum anderen den promovierten Wissenschaftler. Erst kürzlich übersandte uns Ute Dietze, geb. von Westernhagen (Abi 1948), zwei Fotos einer Büste ihres Großvaters Dr. Alfred Roe-del, der der 5. Rektor unserer Schule war.

 


Selbstverständlich sind viele Aufnahmen des Schulgebäudes, von Direktoren und einzelnen Lehrkräften sowie Klassenbilder verschiedener Jahrgänge und Bilder, die die gesamte Schüler-und Lehrerschaft der Schule zeigen, zu sehen, auch Bilder von Lessingfeiern und vieles weitere, was hier gar nicht aufgezählt werden kann. Am 26.09.2000 haben wir auf Anregung von Schulleiterr Konrad Kindermann und mit Hilfe einer Schülergruppe eine Ausstellung im Döbelner Rathaus mit Exponaten zum Thema „Einblicke in die wechselvolle Geschichte des heutigen Gymnasiums", zusammengestellt, die großen Anklang fand.

Bald wurde vorgeschlagen, dass nach den jeweiligen Jahreshauptversammlungen unseres „Traditions-und Fördervereins" das Schulmuseum besucht werden kann. Davon wird alljährlich reger Gebrauch gemacht. Für viele Vereinsmitglieder gehört ein Besuch im Schulmuseum einfach dazu, manche besuchen das Museum jedes Jahr wieder, weil ständig Neuerungen hinzukommen und sich dann interessante Gespräche anbieten.

Eine wesentliche Neuerung trat im Jahre 2004 ein. Die Geschichtslehrerin Heike Litzke hat das Museum im Jahre 2004 als Leiterin übernommen und setzt mit einer Gruppe von Schülern die Arbeit im Museum gewissenhaft fort. Sie bietet auch jede Woche zu einem festgelegten Termin die Möglichkeit des Besuchs und der Aussprache an. Da nunmehr in den letzten Jahren eine Vielzahl von interessanten Ausstellungsstücken hinzugekommen ist, machte es sich erforderlich, neue Möglichkeiten für deren An- bzw. Unterbringung zu schaffen. Es ist nicht zu leugnen, dass der vorhandene Raum schon wieder zu klein geworden ist. Frau Heike Litzke hat das rechtzeitig erkannt und zunächst den Gang vor dem Museum mit genutzt. Es konnte jedoch nicht ausbleiben, dass infolge gegenwärtig notwendiger Bauarbeiten im gesamten Gebäude die vorgesehene Erweiterung des Museums zur Zeit zurückgestellt werden muss. Es wird deshalb um Verständnis und Geduld gebeten, bis die Umgestaltung beendet ist. Heike Litzke gebührt jedenfalls Dank für die nun auch schon wieder Jahre währende erfolgreiche Tätigkeit.

Natürlich hat man immer Gedanken und Wünsche für weitere Ausgestaltung. Eine „optische Bank" steht schon einige Zeit im Raum. Doch eine echte alte Schulbank hätten wir schon gern! Das wäre ein „Sahnehäubchen"! Wer kann helfen?

Hermann Schneider, 29.05.2009

Nachwort:
Der Unterzeichnende ist durch den erneuten Umgang mit Geschichte, auch mit Schulgeschichte, „erfahrener" geworden und bedankt sich an dieser Stelle bei all denen, die dazu - auch ohne Namensnennung hier - beigetragen haben, dass dieses Museum, um das uns manche beneiden, attraktiv für Generationen geworden ist.